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Leuchten am Wechselstromnetz Wenn die LED-Leuchte ohne konventionelle Stromversorgung auskommt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die Leuchten werden kompakter und der Farbwiedergabewert verbessert sich: Das ist das Ergebnis der fortschreitenden Technik bei den LED-Leuchten, die ohne konventionelle Stromversorgung auskommen.

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Keine Stromversorgung: Dank der AC-Technik von euroLighting lässt sich die LED direkt an das Wechselstromnetz mit 230 V anschließen.
Keine Stromversorgung: Dank der AC-Technik von euroLighting lässt sich die LED direkt an das Wechselstromnetz mit 230 V anschließen.
(Bild: euroLighting)

Mit den weiterentwickelten LED-Modulen, die direkt an das Wechselstromnetz angeschlossen werden können, bietet euroLighting Vorteile für ganz unterschiedliche Beleuchtungsanwendungen. Über die Fortschritte der Technik und wie sich diese auf Größe sowie Farbwiedergabewert auswirkt, sprachen wir mit Wolfgang Endrich, Geschäftsführer euroLighting.

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Wie lautet die derzeitige Marktstrategie von euroLighting?

Wir möchten richtungsweisende LED-Beleuchtungen entwickeln und haben uns dazu entschieden, vom Vertrieb chinesischer LED-Produkte auf rein deutsche Entwicklungen umzuschwenken. Derzeit liegt unser Schwerpunkt auf zwei Standbeinen: zum einen auf den LED-Leuchtmodulen mit treiberloser AC-Technik für Lampengehäuse, die mit Leistungen von 3 bis 40 W betrieben werden. Zum anderen setzen wir auf den Kommunalbedarf. Dazu gehören Retrofit-Straßenlampen, um HQL- und NAV-Lampen von 20 bis 40 W einfach auszutauschen, ebenso Lampenköpfe von 30 bis 160 W, die über eine ausgezeichnete Abstrahlcharakteristik für Straßen und Plätze verfügen. Unsere Produkte entwickeln wir mit fortschreitender Technik ständig weiter.

Welche Vorteile bieten LED-Module in AC-Technik?

Dank einer Direkteinspeisung der Netzspannung von 230 VAC in die Schaltung kommen Leuchtsysteme heute ohne konventionelle Stromversorgungen aus. Ermöglicht wird das durch die Erfindung neuer integrierter Schaltkreise, denn sie haben die Stromversorgung auf einen Bruchteil der bisherigen Größe schrumpfen lassen und benötigen weniger Bauelemente. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass sich die gesamte Treiberschaltung zusammen mit den LED-Chips auf einer einzigen Platine unterbringen lassen. Alle gültigen Vorschriften bezüglich Sicherheit werden dabei eingehalten. Anwendungen finden die neuen Treiberschaltungen in sämtlichen LED-Leuchtmitteln, bei Retrofit-Lampen, Deckenstrahlern und Wandleuchten, aber auch bei Straßenlampen.

Können Sie bitte beschreiben, wie die AC-Technik genau funktioniert!

Die Netzspannung wird gleichgerichtet und ohne Glättung einem Wechselspannungsdirekttreiber zugeführt. Dieser Treiber taktet mit 100 bis 120 Hz und versorgt die Leuchtdioden mit einem konstanten Strom, das heißt Gleichstrom sowie einer Spannung zwischen 60 und 70 V pro Strang. Damit unterscheidet sich diese Schaltung deutlich von herkömmlichen Schaltungen: Die Eingangsspannung von 230 VAC lässt sich in eine variable Anzahl an Strängen aufteilen, von mindestens vier Strängen bis hin zu sechs oder acht Strängen.

Je nach anfallender Spannung kann eine passende Anzahl an Leuchtdioden angeschlossen werden. Indem man mehrere Gruppen parallel schaltet, lassen sich Leistungen fast beliebiger Höhe erreichen. Ein großer Vorteil dieser Schaltungstechnik: Sie lässt sich zwischen 10 und 100 Prozent sehr leicht dimmen. Zur Leistungsreduzierung ab Temperaturen von 85 °C dient ein NTC, der in den IC-Chips integriert ist.

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