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Infrastruktur für vernetzte Straßen Wenn der Lichtmast auch eine Ladestation ist

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Langweilige LED-Straßenbeleuchtung war gestern: Geht es nach EnBW, so werden die Masten der Straßenbeleuchtung schlau und mit WLAN, Sensorik, Notruf und Ladestation für E-Mobilität ausgestattet.

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Vielseitige Straßenleuchte: Der Mast der LED-Leuchte ist auch eine Ladestation für elektrische Autos.
Vielseitige Straßenleuchte: Der Mast der LED-Leuchte ist auch eine Ladestation für elektrische Autos.
(Bild: EnBW SM!GHT)

Die Smart City bekommt Zuwachs: Unter dem Namen SM!GHT, was für smart city light steht, stellt der Baden-Württemberger Energieversorger EnBW eine multifunktionale Straßenbeleuchtung vor. Dabei sind die Lichtpunkte nicht nur für effizientes LED-Licht zuständig, sondern die Masten lassen sich mit öffentlichen WLAN, Notruffunktionen sowie Ladetechnik für Elektroautos bestücken.

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Doch für die elektronische Infrastruktur entlang der Verkehrswege bietet das Lichtkonzept weitere Möglichkeiten. So lassen sich Sensoren für das Parkraummanagement, Smartphone Tracking oder der Verkehrszählung installieren. Damit kann die Infrastruktur eine Voraussetzung auf dem Weg zum autonomen fahren.

Die Produkte unter dem Dach von SM!GHT sind in mehreren Varianten erhältlich: Gemeinden können zum einen ihre bisherigen Laternenmasten mit öffentlichem WLAN nachrüsten. Die Internetanbindung ist zudem eine Basis, mit der sich künftige Techniken steuern, integrieren und vernetzen lassen.

Bei einem kompletten Austausch der Straßenbeleuchtung lassen sich die neuen Lichtmasten zusätzlich auch mit folgenden Optionen ausrüsten: Ladetechnik bietet Strom für Elektroautos mit Hilfe einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose und einer dreiphasigen Typ-2-Anbindung mit bis zu 22-kW-Schnellladefunktion. Nutzer identifizieren sich per Chipkarte, befestigen den Stecker und starten den Ladevorgang. Ein Display zeigt Informationen über Ladestand und Tarif. Aufgeladen werden können alle E-Fahrzeuge vom Pedelec bis zur Limousine.

Die zusätzliche Ausstattung mit Umweltsensorik misst Lärm, Feinstaub, Helligkeit, Luftdruck und -feuchtigkeit sowie die Temperatur. Diese Daten lassen sich aufzeichnen und automatisch übers Internet versenden oder direkt auf dem Display anzeigen. Ein Notrufknopf am Mast verbindet innerhalb von Sekunden zu einer Notrufzentrale. Gleichzeitig leuchtet an der Mastspitze ein SOS-Signal, um weiträumig zu zeigen, wo Hilfe benötigt wird.

Die Multifunktionsmasten sind in zwei Grundversionen erhältlich. Eine Variante mit 4,50 Meter Höhe kostet 8500 Euro. Bei einer Höhe von sechs Metern beträgt der Preis 9500 Euro.

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