Augmented Reality Wenn der Arzt bei der Operation Google Glass trägt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit der erweiterten Realität von Google Glass sollen künftig Ärzte während einer Operation zusätzliche Vitalwerte des Patienten live eingespielt bekommen.

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(Philips)

Es war wohl nur eine Frage der Zeit: Jetzt kommt die Datenbrille Google Glass auch in die Klinik. Wie der Branchendienst Health Tech Wire berichtet, präsentieren Royal Philips und Accenture einen Ansatz, die Datenbrille Google Glass in die Klink bringt. Dabei wird die Datenbrille mit dem Patientenüberwachungssystem IntelliVue von Philips verbunden und so die Vitalwerte der Patienten beispielsweise den operierenden Arzt übertragen. In einem ersten Ansatz wird sowohl die Effizienz als auch die Effektivität bei einem chirurgischen Eingriff untersucht.

Die Datenbrille im Einsatz bei einer OP

Das Konzept zeigt, wie der Arzt sich die Vitalwerte des Patienten auf das Head-up-Display anzeigen lassen kann und gleichzeitig die Operation durchführt. Denkbar ist auch eine Ferndiagnose und die Vitalwerte aus der Ferne überwacht werden. Sinnvoll ist die Lösung auf alle Fälle. Dann dank der erweiterten Realität kann der behandelnde Arzt auf entscheidende Informationen zugreifen.

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Um das Potenzial von Google Glass weiter auszuschöpfen, kooperieren die Wissenschaftler des Digital Accelerator Lab von Philips mit Forschungslaboren in den Niederlanden und Indien. Der erste Schritt war die Verbindung von Google Glass mit den IntelliVue-Lösungen von Philips. Hier steht vor allem die Mobilität des medizinischen Personals im Mittelpunkt.

Neben dem Zugriff auf Vitaldaten lassen sich Bilder und weitere Patientendaten ortsunabhängig abrufen, auf die OP-Sicherheits-Checkliste zugreifen, Live-Videokonferenzen mit anderen Ärzten führen oder aus Sicht des operierenden Arztes für Ausbildungszwecke blicken.

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