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Autonomes Fahren

Wenn das Universaltalent Auto auf den Angsthasen Mensch trifft

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Staukollaps war gestern

Hochintelligente Fahrzeugassistenten könnten der Studie zufolge zu einer weitreichenden Zeitersparnis führen. Aufgrund der sinkenden Anzahl von Unfällen und individuellen Fehlern im Straßenverkehr, wäre eine jährliche Zeiteinsparung von bis zu 95 Stunden pro Verkehrsteilnehmer möglich.

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Einmal zur Venus und zurück

Mehr als einen Kilometer legt jeder Autofahrer in Deutschland pro Parkplatzsuche zurück. Das kostet Zeit, erhöht das Verkehrsaufkommen und belastet nicht zuletzt die Umwelt durch ein deutliches Mehr an Emissionen. Die Lösung könnte in Form von vernetzten Parktechnologien parat stehen.

480 Millionen Kilometer Fahrstrecke könnten dadurch jährlich in den USA, China und Deutschland summiert eingespart werden. Zur Verdeutlichung: Das entspricht ungefähr dem Weg von der Erde bis zur Venus und zurück.

Auf der Suche nach der richtigen Lücke melden Assistenzsysteme beispielsweise freie Parkplätze und lotsen den Autofahrer direkt dorthin. Die Technologie gibt es bereits heute, exemplarisch bei BMW mit dem Dienst ParkNow, doch der Verbreitungsgrad ist noch im Promillebereich angesiedelt.

Weniger Kosten für jeden Fahrzeughalter

Doch nicht nur Zeit ist Geld: Bis zu 4,43 Milliarden Euro weniger Sach- und Schadenskosten würden sich mittels vernetzte Assistenzsystemen einsparen lassen. Von den 450 Millionen Euro, die davon auf Deutschland entfallen, sorgt allein die Smartphone-Integration für 100 Millionen Euro weniger Kosten.

In China ließen sich immerhin 380 Millionen US-Dollar pro Jahr einsparen, während auf die USA der Hauptanteil mit 3,6 Milliarden entfällt. Das bedeutet potenziell: Erhebliche Einsparungen für Versicherungen, nicht zuletzt durch die Reduzierung des bürokratischen Aufwandes. Infolgedessen könnten sich auch die Beiträge eines jeden einzelnen Fahrzeughalters signifikant reduzieren.

Sparen fürs Klima

Hochautomatisierte Fahrzeuge könnten im Jahr 2025, bei entsprechendem Verbreitungsgrad, rund 400.000 Tonnen CO² pro Jahr einsparen. Zum Vergleich: Der Nationalpark Schwarzwald würde für dieselbe Menge Kohlenstoffdioxid über drei Jahre benötigten um diese zu speichern.

Der Grund hierfür ist relativ simple. Autonome Fahrzeuge benötigen aufgrund der vorausschauenden Fahrweise weniger Kraftstoff. Zudem reduzieren oben genannte Technologien zur Vereinfachung der Parkplatzsuche den Verkehr und die damit verbundenen Emissionen.

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