Weniger belauschen, sondern sinnvoll unterstützen!

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Sprachassistenten sind beliebt: Egal ob Alexa, Google, Siri oder Microsofts Cortana, alle großen Tech-Firmen bieten einen intelligenten Helfer oder planen es zumindest.

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Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Für ein sicheres Smart Home sollen uns Sprachassistenten unterstützen und nicht ausspionieren!“
Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Für ein sicheres Smart Home sollen uns Sprachassistenten unterstützen und nicht ausspionieren!“
(Bild: VBM)

So steckt die freundliche Alexa in den Boxen Echo und Dot von Amazon. Auch Googles Home-Lautsprecher sind für Deutschland erhältlich und Apple plant den Start für 2018. Bei allen handelt es sich um Lautsprecher mit eingebautem Mikrofon und Computer.

Sprachassistenten sollen uns unterstützen und sich in das Heimnetzwerk integrieren lassen – eben ganz smart im eigenen Home. Doch für sich allein genommen bieten die Sprachassistenten nicht viele Funktionen, außer der Tatsache, dass wir freiwillig unsere Wohnungen abhören lassen.

Sind die Boxen mit Rollos, Licht oder Heizung verbunden und die Verständigung klappt, dann kann ich endlich von der Couch aus sagen: „Alexa, bitte das Licht ausschalten!“ Doch ich befürchte, ganz so problemlos wird es nicht. Eher wird dann die Antwort kommen: „Ich habe Licht nicht in deinen Kontakten gefunden“ oder „soll ich nach Licht im Internet suchen?“. Dann doch den Schalter manuell betätigen.

Die Sprachassistenten müssen sich, wenn sie in einem Smart Home erfolgreich sein wollen, zu einer zentralen Steuereinheit entwickeln. Verteilte Sensoren in meiner Wohnung sollen beispielsweise über Gefahren in der Luft alarmieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. So kann über den Assistenten gleich ein Notruf ausgehen, und die Fenster öffnen bzw. schließen sich automatisch. Bei aller Bequemlichkeit muss man sich immer im Klaren darüber sein, was mit den Daten eines Sprachassistenten passiert und dass sie online auf einem Server ausgewertet werden. Denn wenn die Anbieter der Sprachassistenten nur das Ziel verfolgen, uns auszuspionieren, dann verschwinden die Alexas und Siris auch schnell wieder. Ein Smart Home und Smart Building sollen mich unterstützen und nicht Informationen über mich und meine Gewohnheiten sammeln.

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