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Weltweiter Umsatz von Halbleitern stieg 2017 um 22,2 Prozent

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Weltweit wurden mit Halbleitern im vergangenen Jahr 419,7 Milliarden US-$ umgesetzt. Dies ergab eine vorläufige Erhebung des Marktforschungsunternehmen Gartner. Vor allem Versorgungsengpässe im Speichermarkt trugen zu dem deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2016 bei.

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Führungswechsel an der Spitze: Durch den deutlichen Anstieg des weltweiten Umsatzes an Speicherbausteinen löste Samsung Intel an der Spitze der weltweit größten Halbleiterunternehmen ab. Erstmals seit 1992 nimmt Intel hier nicht die Führungsposition ein.
Führungswechsel an der Spitze: Durch den deutlichen Anstieg des weltweiten Umsatzes an Speicherbausteinen löste Samsung Intel an der Spitze der weltweit größten Halbleiterunternehmen ab. Erstmals seit 1992 nimmt Intel hier nicht die Führungsposition ein.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Der weitweite Umsatz von 419,7 Milliarden US-Dollar mit Halbleitern bedeutet einen Anstieg von 22,2 Prozent gegenüber 2016. Der weitaus größte Anteil stellten hierbei Speicherbausteine: Versorgungsengpässe trugen zu einem Umsatzwachstum von 64 Prozent allein im Speichermarkt bei.

Die Umsatzsteigerung speziell im Speichermarkt bedeutete auch einen Führungswechsel unter den größten Halbleiteranbietern weltweit. „Samsung Electronics, der größte Speicheranbieter, verbuchte für sich den größten Marktanteil und übernahm die Spitzenposition – zum ersten Mal seit 1992 wurde Intel überholt“, betont Andrew Norwood, Research Vice President bei Gartner. „Speicher machte 2017 mehr als zwei Drittel des gesamten Halbleiter-Umsatzwachstums aus und gehört damit zur größten Halbleiter-Kategorie“, so Norwood.

Der Hauptgrund für den boomenden Speicherumsatz waren höhere Preise aufgrund eines Versorgungsengpasses. Die NAND-Flash-Preise stiegen Jahr für Jahr und erreichten zum ersten Mal einen Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die DRAM-Preise um 44 Prozent stiegen.

Die Equipment-Firmen konnten diese Preiserhöhungen nicht abfangen und übertrugen sie an die Verbraucher, so dass 2017 alles von PCs über Smartphones teurer wurde. Erst zum Dritten Quartal 2018 wird erwartet, dass diese Teuerung wieder zurückgeht.

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