Nanotechnologie Weltweit kleinster Dragster macht Wheelies beim Beschleunigen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Es sieht aus wie ein Dragster mit seinen großen Rädern auf einer breiten Hinterachse und den relativ kleinen Vorderrädern: die jüngste Version des Autos, das Wissenschaftler der Rice University, Houston, Texas entwickelt haben. Der Unterschied: Im Gegensatz zu einem echten Hotrod ist der Miniflitzer aus Texas rund 50.000-mal dünner als ein menschliches Haar.

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(Bild: Rice University)

Im Aufbau und vom Handling her einem Dragster nachempfunden, so kann auch die mikroskopisch kleine Dragster-Ausgabe einen „Wheelie“ aufs Parkett legen – d.h. beim Beschleunigen hebt die Vorderachse ab.

Typische Dragster-Form

„Wir haben eine neue Form unseres Nanoauto gebaut, das wie ein Dragster-Fahrzeug aussieht“, erklärt James Tour, ein Chemiker des Projektteams an der Rice University. „Es hat kleinere Vorderräder auf einer kürzeren Achse und größere Hinterräder auf einer längeren Achse.“

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Aus 60 Atomen bestehende Hinterräder

Zwei aus jeweils 60 Atomen bestehende runde Moleküle, sogenannte Buckyballs, bilden die großen Hinterräder. Aufgrund der molekularen Anziehung haben die Hinterräder einen fantastischen Grip auf der aus einer hauchdünnen Goldschicht bestehenden Fahrbahn. Da die Haftung der Vorderräder weit geringer ist, können diese beim Beschleunigen abheben, sodass die Nanodragster einen Wheelie vollführt.

Hitze und elektrische Felder als Antrieb

Für den Vortrieb sorgen bei dem Nanoflitzer Hitze oder ein elektrisches Feld. Wird beispielsweise die Goldschicht der Fahrbahn auf rund 200 °C erhitzt, setzt sich das Gefährt in Gang. Ist das Nano-Auto erst einmal in Bewegung, kann es Spitzengeschwindigkeiten von bis zu neun Nanomeilen entwickeln – das entspricht etwa 0,014 mm/h.

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