Sensoren Weltweit kleinste selektive CO2-Sensoren

Redakteur: Margit Kuther

Die selektiven CO2-Sensoren der Serie SCD4x von Sensirion haben die Maße 10,1 mm x 10,1 mm x 6,5 mm und sind so kleiner als ein Zuckerwürfel. Reflow-lötbar lassen sie sich einfach in kompakte Anwendungen integrieren (Vertrieb: Glyn).

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SCD4x von Sensirion: die selektiven CO2-Sensoren sind extrem klein.
SCD4x von Sensirion: die selektiven CO2-Sensoren sind extrem klein.
(Bild: Glyn)

Dank neuer Energiestandards und besserer Dämmung sind Wohnhäuser und Bürogebäude immer energieeffizienter geworden. Hier muss gesundes Raumklima so energiesparend wie möglich reguliert werden. Dazu kommen CO2-Sensoren in intelligenten Lüftungssystemen und Lufttauschern zum Einsatz. Im gewerblichen wie privaten Bereich spielen sie die Hauptrolle bei der Überwachung der Raumluftqualität. Sie können in Raumluftwächtern, Luftreinigern sowie intelligenten Thermostaten integriert werden.

Schnelle Verarbeitung über Bestückungsanlagen

Die CO2-Sensoren SCD40 und SCD41 sind Reflow lötbar. Auf Rolle geliefert, können sie direkt über Bestückungsanlagen verarbeitet werden. Trotz der kleinen Bauform ist bei beiden CO2-Sensoren bereits ein Temperatur- und Feuchtesensor integriert. Der weite Betriebsspannungsbereich beträgt 2,4 V bis 5,5 V. So können externe Komponenten wie ein Pegelwandler eingespart werden.

Mit seiner Genauigkeit von ±50 ppm eignet sich der SCD40 für z.B. CO2-Ampeln. Der SCD41 arbeitet mit einer Genauigkeit von ±40 ppm und bietet einen zusätzlichen Low-Power-Mode. Er empfiehlt sich für hochwertige Lüftungssysteme und batteriebetriebene Geräte.

Photoakustisches Messprinzip

Die extreme Miniaturisierung der CO2-Sensoren wird durch die PASens-Technologie erreicht. Sie beruht auf dem photoakustischen Messprinzip und konnte jetzt durch Sensirion in dieses kleine Format umgesetzt werden. Dabei nutzt man die Eigenschaft, dass infrarotes Licht von CO2-Molekülen teilweise absorbiert wird. Andere Moleküle dagegen absorbieren dieses Licht nicht. Dadurch werden die CO2-Moleküle zum Schwingen angeregt, was zu einer Druckerhöhung in der Messzelle führt. Wird die Infrarotstrahlung moduliert, erhält man eine periodische Druckänderung. Diese kann nun mit einem Mikrofon gemessen werden.

Schneller Einstieg mit Development Board

Mit dem SEK-SCD41-Sensor in Kombination mit der SEK-Sensor-Bridge erhalten Entwickler eine komplette Plug-and-Play-Lösung für den Start. Mit der dazugehörigen Viewer Software Controlcenter können Messwerte der Sensoren direkt auf dem PC angezeigt und aufgezeichnet werden. Das Development Board lässt sich ebenfalls mit einem Arduino oder Raspberry PI verbinden. Die dazugehörige Software stellt der Hersteller kostenlos zur Verfügung. Alternativ kann das Board mit den beiliegenden Stiftleisten auf die eigene Applikation gelötet werden, um die Performance des Sensors zu testen.

Die CO2-Sensoren SCD40 und SCD41 sind ebenso wie das Development Board SEK-SCD41 über Glyn erhältlich.

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