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Weltweit größtes Blockchain-Kompetenzzentrum entsteht in Österreich

| Redakteur: Julia Schmidt

Mit dem COMET Zentrum (K1) Austrian Blockchain Center (ABC) sollen die umfassenden interdisziplinären Kompetenzen im Bereich der Grundlagen und der Anwendung von Blockchain-Technologien nun an einer Adresse gebündelt werden.

In Österreich entsteht derzeit unter Leitung der Wirtschaftsuniversität Wien das weltweit größte Blockchain-Kompetenzzentrum. Das COMET Zentrum (K1) Austrian Blockchain Center (ABC) widmet sich der wissenschaftlich fundierten Weiterenwicklung der Technik und deren Anwendung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen.
In Österreich entsteht derzeit unter Leitung der Wirtschaftsuniversität Wien das weltweit größte Blockchain-Kompetenzzentrum. Das COMET Zentrum (K1) Austrian Blockchain Center (ABC) widmet sich der wissenschaftlich fundierten Weiterenwicklung der Technik und deren Anwendung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen.
(Bild: Clipdealer)

In Österreich entsteht derzeit unter Leitung der Wirtschaftsuniversität Wien das weltweit größte Blockchain-Kompetenzzentrum. Es widmet sich der wissenschaftlich fundierten Weiterenwicklung der Technik und deren Anwendung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen, unter anderem zum Thema „Emerging Industries & Blockchain in der Industrie 4.0“. Österreich zählt zu jenen Ländern, in denen bereits sehr frühzeitig Blockchain-Know-how aufgebaut wurde.

Am ABC sind 21 wissenschaftliche Einrichtungen, 54 Unternehmen und 17 assoziierte Mitwirkende beteiligt, darunter 16 internationale Einrichtungen/Unternehmen. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums reichen von Industrie 4.0/Internet of Things über den Finanz-, Energie- und Logistikbereich bis hin zu Anwendungen im öffentlichen Bereich und in der Verwaltung. Ziel des Zentrums ist die wissenschaftlich fundierte (Weiter-)Entwicklung von Anwendungen, die auf Blockchain-Technologien beruhen.

Umfassende Untersuchung und Nutzung der Blockchain-Technologie

„Die umfassende Untersuchung und Nutzung der Blockchain-Technologie kann nur durch einen interdisziplinären Ansatz gelingen, daher arbeiten am ABC Partnerinnen und Partner aus vielen unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Das Zentrum ist für Österreich eine große Chance, um auf diesem zukunftsträchtigen Gebiet den Anschluss an die Hightech-Giganten in den USA und Asien nicht zu verlieren.Auch die Förderung sogenannter ‚Hidden Champions‘ – das sind der Öffentlichkeit kaum bekannte, inhabergeführte Weltmarktführer – ist uns ein Anliegen“, sagt der wissenschaftliche Leiter und Koordinator des Zentrums, Alfred Taudes, der an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) auch das Forschungsinstitut für Kryptoökonomie leitet.

Die vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsthemen des Zentrums beschäftigen sich u.a. mit wirtschaftlichen, technologischen, anwendungsbezogenen sowie politischen und rechtlichen Fragestellungen. Beispiele sind die Verbesserung der Identifikation von Kundinnen und Kunden von Banken und Versicherungen, der Einsatz von Blockchains in der Buchführung und Prüfung von Unternehmen, die Etablierung betrugsresistenter Steuererhebungsverfahren, die vereinfachte Abwicklung grenzüberschreitender Kapitalmarkt-Transaktionen, die unternehmensübergreifende Verwaltung von Messdaten oder die Mensch-Maschine-Interaktion sowie die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation in der Industrie 4.0.

Schaffung neuer Arbeitsplätze

Viele blockchain-basierte Anwendungen und Geschäftsmodelle sind durch die Zusammenarbeit etablierter Akteurinnen und Akteure, innovativer Start-ups und führender Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen bereits entstanden. Die Einrichtung des COMET-Zentrums wird zu einer deutlichen Intensivierung dieser Aktivitäten führen und soll als Schlüssel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze dazu beitragen, Österreich als eines der innovativsten Länder Europas zu etablieren.

Das Zentrum widmet sich fünf thematischen Bereichen: „Cryptography, Technology & Security“ (Koordination: SBA Research), „Cryptoeconomic Modelling & Blockchain Applications for Business“ (Koordination: WU Wien), „Emerging Industries & Blockchains in Manufacturing“ (Koordination: FH St. Pölten), „Data Science Methods for Blockchain Analytics & Predictions“ (Koordination: AIT und RIAT) und „Legal and Political Implications“ (Koordination: WU Wien).

Blockchain Start-Ups versprechen das Blaue vom Himmel

Ein Team von Forschern der United States Agency for International Development (USAID) hat derweil eine Untersuchung veröffentlicht, die die bereits verfügbaren Blockchain-Anwendungen auf ihren Nutzen genauer unter die Lupe genommen haben. Von den 43 Anwendungen die dabei geprüft wurden, konnten sie bei keiner einzigen, den zuvor versprochenen Nutzen, wie Reduzierung der Kosten, sowie sicheres Speichern der Daten und so fort nachweisen und bestätigen. Einen Gastbeitrag der die Ergebnisse zusammenfasst wurde auf der Webseite MERL Tech veröffentlicht.

Die entsprechenden Blockchain Start-Ups versprechen offenbar aktuell das Blaue vom Himmel, können aber nicht liefern. Die möglichen Anwendungsbereiche für Blockchain mögen vielfältig sein, aber es braucht noch etwas Zeit bis ausgereifte Anwendungen verfügbar sind.

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