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Weltweit grösster Hochtemperatur-Elektrolyseur

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Sunfire, Hersteller von Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren technischen Gasen und Kraftstoffen, hat den weltweit leistungsstärksten Hochtemperatur-Elektrolyseur (HTE) zur energieeffizienten Wasserstofferzeugung an die Salzgitter Flachstahl GmbH ausgeliefert.

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Weltrekord: Dieser Elektrolyseur von Sunfire soll bei Salzgitter Flachglas bis Ende 2022 mindestens 100 Tonnen grünen Wasserstoff aus Ökostrom produzieren.
Weltrekord: Dieser Elektrolyseur von Sunfire soll bei Salzgitter Flachglas bis Ende 2022 mindestens 100 Tonnen grünen Wasserstoff aus Ökostrom produzieren.
(Bild: Salzgitter AG)

Im Rahmen des GrInHy2.0 Projekts wird erstmals eine Hochtemperatur-Elektrolyse mit einer elektrischen Nennleistung von 720 kW im industriellen Umfeld eingesetzt.

GrInHy2.0 ist ein weiterer Schritt der Salzgitter AG hin zu einer CO2-armen Stahlproduktion im Rahmen des Innovationsprojekts SALCOS – Salzgitter Low CO2-Steelmaking. Bis Ende 2022 soll der Elektrolyseur mindestens 13.000 Stunden in Betrieb sein und mindestens 100 t grünen Wasserstoff aus Ökostrom produzieren.

„Im Zuge der jüngst verabschiedeten Wasserstoffstrategien der Europäischen Union und Deutschlands wurde die Notwendigkeit großskaliger Elektrolyseure für die Stahlproduktion auch seitens der Politik verdeutlicht. Grüner Stahl erfordert grünen Wasserstoff und GrInHy2.0 zeigt das große Potenzial des Energieträgers für energieintensive Industrien. Aktuell werden in der Stahlindustrie intensiv neue und CO2-arme Produktionsrouten entwickelt. Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Partnern daran teilzuhaben. Die Technologie ist bereit für die Wasserstoffherstellung im industriellen Maßstab und wir sind bereit, dafür unsere Produktionskapazität erheblich zu steigern“, so Nils Aldag, Managing Director, Sunfire GmbH.

Bereits 2016 hatte die Salzgitter Flachstahl GmbH gemeinsam mit Sunfire als Pionier das GrInHy-Projekt gestartet. In Zusammenarbeit mit den Partnern Paul Wurth S.A., Tenova SpA, dem französischen Forschungszentrum CEA sowie der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH wird nun mit GrInHy2.0 nahtlos an das erfolgreiche Erstprojekt angeknüpft.

Dr. Benedikt Ritterbach, Geschäftsführer der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH und verantwortlich für Forschung und Entwicklung im Salzgitter-Konzern: „Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Baustein auf unserem Weg hin zu einer CO2-armen Stahlproduktion. Mit der Einbindung dieser weltweit leistungsstärksten Anlage in großindustrielle Prozesse betreten wir Neuland bei der energieeffizienten Wasserstofferzeugung. GrInHy2.0 wird uns weitere Erkenntnisse über den industriellen Demonstrationsbetrieb eines Hochtemperatur-Elektrolyseurs liefern.“

Das Projekt wird vom Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking (JU) im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 826350 gefördert. Das JU erhält Unterstützung durch das Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Union, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research.

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