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National Ignition Facility Weltrekord-Laser feuert mit mehr als zwei Megajoule

| Redakteur: Peter Koller

Der stärkste Laser der Welt hat einen neuen Rekord aufgestellt: An der National Ignition Facility (NIF) der Lawrence Livermore Labs in Kalifornien wurde ein Impuls mit einer Energie von 2,03 Megajoule abgefeuert.

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Die Zielkammer des NIF-Lasers: Auf den Punkt an der Spitze des Zielträgers wurde der Impuls mit mehr als zwei Megajoule abgefeuert. (Fotos: National Ignition Facility)
Die Zielkammer des NIF-Lasers: Auf den Punkt an der Spitze des Zielträgers wurde der Impuls mit mehr als zwei Megajoule abgefeuert. (Fotos: National Ignition Facility)

Das Ziel der National Ignition Facility (NIF) ist die Forschung für eine Energiegewinnung per Kernfusion. Dazu versuchen die Wissenschaftler dort, die Bedingungen im Inneren eines Sterns zu reproduzieren.

Bei dem Rekord-Schuss, der bereits am 15. März stattfand, feuerten die 192 einzelnen Ultraviolett-Laser des Sytems mit 1,875 Megajoule auf einen Zielpunkt. Durch die Fokussierung der Strahlen durch Linsen kurz vor dem Ziel stieg die Energie auf 2,03 Millionen Joule an.

Der Impuls dauerte 23 Milliardstel Sekunden und erzeugte in der Spitze eine Leistung von 411 Terawatt – laut NIF etwa das tausendfache des durchschnittlichen Energieverbrauchs der gesamten USA zu einem gegebenen Zeitpunkt.

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"Es war eine bemerkenswerte Demonstration des Lasers in Bezug auf die Energiemenge, aber auch die Präzision", so Ed Moses, der Direktor der National Ignition Facility.

Der Rekordschuss wurde noch nicht auf ein sogenannten Target abgefeuert, das soll erst später erfolgen. Das Target ist eine Beryllium-Hohlkugel mit zwei Millimetern Durchmesser, die die Wasserstoff-Isotope Deuterium und Tritium enthält. Durch den Laser-Puls soll eine Kernfusion ausgelöst werden.

Wenn die Strahlen der 192 einzelnen Laser ihr Ziel treffen, verdampft das Beryllium und die Wasserstoffisotope werden so extrem komprimiert, dass kurzzeitig Temperaturen von 100 Millionen Grad Celsius entstehen – Bedingungen wie im Inneren eines Sterns.

Ende diesen Jahres soll dieser Prozess erstmals mehr Energie freisetzen, als zu seiner Erzeugung notwendig ist.

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