Windenergie Weltgrößter Offshore-Windpark eingeweiht

Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Sariana Kunze

Der weltgrößte Offshore-Windpark London Array ist in Großbritannien offiziell eingeweiht worden. Siemens hat dafür alle 175 Windturbinen und die Netzanbindung geliefert. Eigner des Projektes sind Dong Energy, E.ON und Masdar.

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Während der Realisierung des Windparks London Array konnte Siemens Methoden der Bauphase analysieren und weiter verbessern. Dadurch hat sich die Zeit für die Inbetriebsetzung auf See reduziert.
Während der Realisierung des Windparks London Array konnte Siemens Methoden der Bauphase analysieren und weiter verbessern. Dadurch hat sich die Zeit für die Inbetriebsetzung auf See reduziert.
(Bild: Siemens)

Gemeinsam mit Dong Energy will Siemens zudem den Service für das Windkraftwerk übernehmen. Mit einer Gesamtleistung von 630 MW könne der Windpark rund 500.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Jährlich würden durch den Windpark rund 900.000 t CO2 eingespart.

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Das Offshore-Windkraftwerk London Array liegt laut Mitteilung in der Themse-Mündung, rund 20 km von der Küste von Kent und Essex entfernt. Siemens habe 175 Windturbinen mit einem Rotordurchmesser von 120 m und einer Leistung von jeweils 3,6 MW geliefert und installiert. Das Unternehmen war auch für die Anbindung des Windparks an das Stromnetz verantwortlich und errichtete dafür zwei Offshore-Umspannstationen in der Nordsee sowie ein Umspannwerk auf dem Festland. Der von den Windturbinen erzeugte Strom werde zunächst in einer der Umspannstationen auf See gebündelt und dann mit Hochspannungsseekabeln an die Küste transportiert.

„Projekte dieser Größenordnung leisten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Industrialisierung der Offshore-Windkraft“, sagte Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens, anlässlich der Einweihungssveranstaltung in Margate, Großbritannien. So habe Siemens bei der Realisierung von London Array die Prozesse für Fertigung, Transport und Logistik sowie die Installation der Windturbinen auf See weiter standardisiert.

Siemens will mit Offshore-Windenergie von der Energiewende profitieren

Offshore-Windenergie spielt bereits heute eine wichtige Rolle in den Energiesystemen Nordeuropas, wie der Konzern berichtet. Großbritannien und Deutschland seien dabei die größten Märkte und hätten sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Beide Länder planten einen schnellen und umfassenden Ausbau.

In Deutschland wird die Energiewende laut Siemens nur mit einem weiteren Zubau an Offshore-Windkraftwerken gelingen. Die deutsche Regierung plane bis zum Jahr 2020 den Ausbau der installierten Offshore-Leistung auf 10 GW. Großbritannien wolle im gleichen Zeitraum bis zu 18 GW auf See installieren. Damit könnte etwa ein Fünftel des britischen Strombedarfs gedeckt werden.

Siemens hat weltweit bislang rund 1100 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 3,4 GW auf See installiert, davon etwa zwei Drittel in Großbritannien, wie es in der Mittelung heißt. Derzeit habe der Konzern Aufträge für Offshore-Projekte mit einer Leistung von rund 4,6 GW gebucht. Inklusive London Array habe das Unternehmen in Großbritannien zudem bereits fünf Netzanbindungen für Windparks auf See realisiert.

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