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Industrie-Displays Welches Display zu meinen Anforderungen passt

Autor / Redakteur: Markus Bullinger * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Welche Kriterien entscheiden bei der Auswahl eines Industrie-Displays? Wichtige Größen neben der Diagonale sind eine Bedienung per Touch und die Helligkeit.

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Industrielle Qualität für komfortable Benutzeroberflächen: Die NLT Technologies produziert in Japan Displays mit den PCAP-Sensoren für Industriekunden.
Industrielle Qualität für komfortable Benutzeroberflächen: Die NLT Technologies produziert in Japan Displays mit den PCAP-Sensoren für Industriekunden.
(Fortec)

Für alle Arten von Inhalten und für alle Größenanforderungen stehen heute die unterschiedlichsten Flachbildschirme zur Verfügung. Längst haben sie die unhandlichen Röhrenmonitore aus Fabrikhallen, Maschinenleitständen und Büros verdrängt und eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten von der Medizintechnik bis zu tragbaren Test- und Messgeräten ermöglicht.

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Der vorherrschende Bildschirmtypus ist das transmissive TFT-Display, dessen eingebaute Beleuchtung es von den äußeren Lichtverhältnissen unabhängig macht. Die Beleuchtungseinrichtung ist mittlerweile fast ausschließlich mit der LED-Technik realisiert. Je nach Anwendung sind sehr unterschiedliche Bildschirmgrößen und -formate erforderlich. Die Spanne der verfügbaren Anzeigeeinheiten reicht von der einzeiligen numerischen Darstellung für tragbare Messgeräte über kleine mehrzeilige Displays für einfache Anwendungen etwa für Klimaregelungen bis hin zu größeren und größten vollgrafischen Anzeigeeinheiten für Computer oder Fernsehbildschirme. Auch der Formfaktor richtet sich nach der Anwendung, ob vertikal oder horizontal, alles ist möglich.

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Was hinter dem PCAP-Display steckt

Der Begriff Projektiv-Kapazitiv-Touchscreen-Technologie ist eng verbunden mit dem iPhone-Touch-Screen. Denn der Durchbruch erfolgte mit den Smartphones von Apple. Grund ist die hohe Präzision beim Bedienen. Auch der gestalterische Aspekt spielt bei PCAP oder PCT eine nicht unwesentliche Rolle. So lässt sich die gesamte Display-Front als aktive Touchfläche realisieren.

Die sogenannten Sensor Grid Layers befinden sich eingebettet zwischen zwei Schutzglasscheiben. Der Layer besteht aus einem laminierten Sensorenraster aus mikrofeinen Drähten. Während einer Berührung entsteht zwischen dem Finger und dem Sensorenraster eine elektrische Kapazität. Der in den Touchscreen eingebettete serielle Controller berechnet die Koordinaten des Berührungspunkts und überträgt sie zur Verarbeitung an den Computer.

Einige Formfaktoren und Auflösungen sind aber wesentlich stärker gefragt als andere. So sind die Formfaktoren VGA und QVGA mit einer Auflösung von 320 x 200 Pixel beziehungsweise 320 x 240 Pixel bei kleinen tragbaren Geräten wie bei Smartphones recht beliebt. Auch zur Implementierung grafischer Benutzeroberflächen bei einfacheren Steuerungen – etwa für kleinere Maschinen oder Klimasteuerungen – wird dieses Format häufig herangezogen. Weitere Formate mit hoher Marktbedeutung sind SVGA mit 800 x 600 Bildpunkte, XGA mit 1024 x 768, WXGA mit 1280 x 768, SXGA mit 1280 x 1024 oder WUXGA mit 1920 x 1080 Bildpunkten.

Displays für industrielle und medizintechnische Märkte

Allerdings stellt die genannte Auswahl nur einen kleinen Teil der Palette an TFT-Displays dar. Die absolute Größe, abzulesen an der Bildschirmdiagonale in Zentimeter oder Zoll, ist bei der Auswahl eines Displays ein ausschlaggebender Faktor. Bei einem Spezialdistributor wie Fortec mit Schwerpunkt auf Kunden in industriellen und medizintechnischen Märkten sind alle wichtigen Auflösungen und Größen im Lieferprogramm: das reicht vom Kleindisplay mit einer Diagonale von 2,5" bis zum Anzeigebildschirm mit einer Diagonale von 65", was umgerechnet ungefähr 165 cm ausmacht und für Informationstafeln und –kioske geeignet ist. Dabei deckt die Auflösung der Bildschirme den gesamten Bereich zwischen 240 x 320 Pixeln und 2560 x 1440 Pixeln ab.

Im besonders stark nachgefragten mittleren Größenbereich ist das Lieferspektrum von Fortec umfangreich bestückt. Hier wurden erst kürzlich neun Displays des japanischen Herstellers NLT in das Programm aufgenommen. Die Displays liefern ein gestochen scharfes, kontrastreiches Bild und sind zudem mit Touch-Funktionalität ausgestattet. Somit lassen sich komplette Benutzeroberflächen implementieren. Als Technologie wird die PCAP-Technik verwendet, was für Projective Capacitive Touch Panel steht.

Diese ist unter mehreren Aspekten konkurrierenden Techniken wie resistiven, induktiven oder optische Touchscreens überlegen. Zum einen deshalb, weil der Sensor unsichtbar auf einem Glas aufgebracht ist und durch das Frontglas gegen Verschleiß und Beschädigung geschützt ist. Zum anderen lassen sich mit dieser Technik auch Mehr-Finger-Gesten realisieren, wie sie von Smartphones und Tablet Computern bekannt sind. So kann das Spreizen von zwei oder mehr Fingern von der Bedienlogik als Anweisung verstanden werden, den Bildschirminhalt zu vergrößern und umgekehrt. Für den Anwender von Vorteil: die verwendeten Gesten sind bereits im Smartphone implementiert und damit aus dem Alltag bekannt. Kunden können auf ihren Geräten damit eine flüssige Bedienung ohne umständliches Herumklicken in Menüs realisieren.

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