Welchen Einfluss dynamisches Tages- und Kunstlicht auf den Nutzer haben

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Leuchtenhersteller untersuchen in einer Studie zusammen mit der Aalborg University Copenhagen den Einfluss von Tageslicht und künstliches Licht auf den Nutzer. Die Untersuchung ist Grundlage für einen ganzheitlichen Lichtansatz, der auch als Gütesiegel dienen kann.

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Ausreichend Licht bei der Arbeit ist wichtig: In einer Studie untersuchen Leuchtenhersteller den Einfluss von Tages- und Kunstlicht auf den Nutzer. Die Arbeit schafft die Grundlage für einen ganzheitlichen Lichtansatz.
Ausreichend Licht bei der Arbeit ist wichtig: In einer Studie untersuchen Leuchtenhersteller den Einfluss von Tages- und Kunstlicht auf den Nutzer. Die Arbeit schafft die Grundlage für einen ganzheitlichen Lichtansatz.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

In einer Lichtstudie untersuchen Unternehmen der Beleuchtungstechnik und die Aalborg University Copenhagen, wie das Zusammenspiel zwischen dynamischen Tages- und Kunstlicht im räumlichen Kontext individuelle Bedürfnisse und unterschiedliche Arbeitsanforderungen unterstützen kann. Ziel der Projektbeteiligten ist es, ein Gütesiegel zu entwickeln, wie Anwender mithilfe von dynamischem Licht das Arbeitsumfeld verbessern können.

Die Studie trägt den Namen Double Dynamic Lighting: Die beiden Lichtquellen Tageslicht und künstliches Licht werden in der Studie untersucht. Dabei richtet sich der Fokus auf die räumlichen Gegebenheiten in einem dynamischen Lichtumfeld und deren Einfluss auf das Wohlbefinden der Nutzer.

Arbeitsplatzbeleuchtung als ein Werkzeug

Die Beleuchtung wird dabei für den alltäglichen Nutzer eines Arbeitsplatzes als Werkzeug betrachtet, das verschiedene Aufgaben im Laufe der Zeit unterstützt. Dabei werden praxisorientierte und empirisch fundierte Designprinzipien beschrieben, getestet und operationalisiert. Untersucht wird das Licht sowohl in bestehenden Arbeitsumgebungen mit dynamischen Licht sowie in den Lichtlabors der Universität Aalborg. Aber auch in vollständig interaktiven, dreidimensionalen Computermodellen.

Die Wissenschaftler wollen mithilfe eines Methodenmixes einen ganzheitlichen Lichtansatz schaffen, der anschließend als Gütesiegel in der Lichtbranche funktionieren kann. Grundlage ist eine Kombination aus biologischen, ästhetischen und funktionalen Aspekten.

Double Dyamic Lighting profitiert zum einen vom Methodenmix und der Interdisziplinarität: Die Industriepartner bringen ihr praktisches Anwendungswissen ein und arbeiten Hand in Hand mit der Universität, die das hohe wissenschaftliche Niveau gewährleistet. Eine Frage dabei ist: Wie hilft dynamisches Licht als Werkzeug, um dem Anwender in seiner Arbeitsumgebung zu unterstützen? Hier helfen moderne Untersuchungsmethoden wie Kameras, Sensoren und Tracking-Tools. Auch klassische Beobachtungen und Interviews fließen mit ein.

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