Welche Cyber-Attacken sind in den nächsten Jahren möglich?

| Autor: Ann-Marie Struck

Mit neuen Technologien wachsen auch die potenziellen Gefahren.
Mit neuen Technologien wachsen auch die potenziellen Gefahren. (Bild: rost9 - stock.adobe.com)

Derzeit ist eines klar: Hackerangriffe werden immer ausgefeilter. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Einen Ausblick in die Zukunft der kommenden Cyber-Bedrohungen, gibt eine Studie von Dell Technologies.

5G, Künstliche Intelligenz und Quantencomputing sind nur drei Beispiele für neue Technologien, die künftig den IT-Markt bestimmen werden. Parallel zur Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten, entstehen auch neue Gefahren. Denn die Cyberkriminellen arbeiten zeitgleich daran, diese ebenfalls zu ihren Gunsten zu nutzen. Das hat bereits die Vergangenheit gezeigt. Denn Qualität und Umfang der Cyber-Attacken haben ständig zugenommen. So wird das auch in Zukunft weiter gehen. Welche Cyber-Bedrohungen in den nächsten Jahren auf Unternehmen zukommen werden, zeigt eine Studie von Dell Technologies.

In drei Jahren...

Der Mobilfunkstandard 5G ermöglicht eine bessere Vernetzung von Geräten, Sensoren und Services. Demnach verschmelzen die Systeme zur Steuerung der Anlagen in der Industrie immer mehr miteinander. Dadurch bieten sie Cyber-Kriminellen mehr Angriffsflächen.

Denn bisherige IT-Security-Ansätze basieren laut Dell Technologies auf nicht vernetzten und nicht-korrelierten Sicherheitselementen. Demnach werden sie in 5G-Netzwerken nicht in der Lage sein, Angriffe dort zu erkennen und zu stoppen. Ebendiese Problematik muss in Zukunft gelöst werden. Zudem besteht in der Industrie das Problem, dass die Hardware in den Produktionsanlagen oft veraltet ist und damit die Aktualisierung der Sicherheitsmechanismen erschwert.

In fünf Jahren...

Schon heute nutzen Cyber-Kriminelle KI-basierte Technologien, um intelligente Malware zu entwickeln. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellen sie polymorphe Schadsoftware, die ihren Code und ihre Angriffsmuster automatisch verändert und sich so bis zur Unkenntlichkeit tarnen kann. Deshalb wird es in den kommenden fünf Jahren zu mehr KI-basierten Cyber-Attacken kommen. Diese zielen darauf ab, Sicherheitsmaßnahmen wie Spamfilter, Gesichtserkennung oder die Aufdeckung von Anomalien zu umgehen.

Um hier eine bessere Sicherheit zu gewährleisten, setzen auch die IT-Security-Anbieter ihrerseits auf Künstliche Intelligenz. Denn durch ihre Fähigkeit große Datensätze zu analysieren und Verhaltensmuster zu erkennen, eignet sie sich besonders für den Einsatz rund um IT-Sicherheit, beispielsweise in Security Operations Center, in denen KI rund um die Uhr automatisiert arbeitet.

In zehn bis 15 Jahren...

Quantencomputing wird die IT generell verändern, denn diese Super-Computer lösen komplexe Aufgaben um ein Vielfaches schneller als heutige Rechner. Daher wird der Einsatz von Quantencomputern die Leistungsfähigkeit von Systemen und damit die Ausführung von Berechnungen sowie Transaktionen anheben. Ebendies können auch Cyber-Kriminelle nutzen, um etwa sichere kryptische Verfahren zu knacken.

Deshalb hat auch die Forschung an neuen Verschlüsselungsverfahren, die vor Attacken mit Quantencomputern sicher sind, bereits begonnen. Dazu zählt Post-Quanten-Kryptographie (PQC). Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Entwicklung von Verfahren, deren mathematische Basisprobleme auch von einem Quantencomputer nicht effizient gelöst werden können.

Cyberangriffe: Hacker holen sich zunehmend Hilfe von KI

Cyberangriffe: Hacker holen sich zunehmend Hilfe von KI

12.12.18 - Unternehmen müssen sich mit einer neuen Art von Cyberattacken befassen. Hacker nutzen verstärkt Künstliche Intelligenz (KI) für ihre Angriffe und setzen damit die IT-Sicherheitsverantwortlichen unter Zugzwang. lesen

Jährlich 100 Milliarden Euro Schaden durch Sabotage und Cyberattacken

Jährlich 100 Milliarden Euro Schaden durch Sabotage und Cyberattacken

18.11.19 - Kriminelle Attacken auf Unternehmen erreichen in Deutschland neue Rekordhöhen: Durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 102,9 Milliarden Euro, meldet der Digitalverband Bitkom. Die Spur der Angreifer deutet dabei meist nach Osten, aber häufig auch auf ehemalige Angestellte. lesen

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal IT-Business.de.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46293907 / Safety & Security)