XMAS-Raspberry-Pi Weihnachtsimpressionen mit Raspberry Pi

Redakteur: Margit Kuther

Was tun über die Weihnachtsfeiertage? Realisieren Sie mit dem Raspberry Pi doch ein Mediacenter, einen Karaoke Pi oder Lichtmalerei.

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(Bild: VBM-Archiv)

Der Raspberry Pi ist eine scheckkartengroße PC-Platine auf ARM-Basis mit Linux als Betriebssytem, mit dem sich verschiedenste Anwendungen realisieren lassen – Linux-Kenntnisse vorausgesetzt. Sie haben noch keinen Raspberry Pi? Dann können Sie ihn über die autorisierten Distributoren Farnell und RS Components ordern.

Beachten Sie: Den Rasperry Pi gibt es in den beiden Varianten Modell B (rund 37 Euro) und Modell A (rund 27 Euro).

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Raspberry Pi Modell A und B

Folgende Merkmale einen die beiden Raspberry-Pi-Modelle:

  • Chip (CPU, GPU, DSP und SDRAM): Broadcom BCM2835 SoC Full-HD Multimedia-Processor. Der SoC trägt deshalb die Bezeichnung "Samsung", da Samsung das RAM für den RPi liefert.
  • CPU: 700 MHz ARM1176JZF-S core (ARM11-Familie)
  • GPU: Broadcom VideoCore IV, OpenGL ES 2.0, 1080p30 h.264/MPEG-4 AVC High-Profile-Decoder,
  • Video-output: HDMI (Rev. 1.3 und 1.4), Composite RCA (PAL und NTSC)
  • Audio output: 3.5 mm Audiobuchse, HDMI
  • Unterstützte Speicherkarten: SD, MMC, SDIO-kompatible-Steckplätze
  • microUSB Port, nur zur Stromversorgung
  • Betriebssystem: Linux; Der Raspberry PI bootet von der SD-Karte

Raspberry Pi Modell A:

Die funktionsreduzierte Variante Raspberry Pi hat kein Ethernet / Internet, nur 256 MB RAM und nur 1 x USB 2.0. Sie bietet keinen USB-/Ethernet-Chip, der wie ein USB-Hub arbeitet.

Wir empfehlen das leistungsfähigere Modell B. Sie sind auf der Suche nach einem Raspberry Modell B samt Zubehör? Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf den Weihnachts-Raspberry, der aktuell bei reichelt erhältlich ist.

Das Raspberry-Weihnachtsbundle 2013 von reichelt

XMAS-Pi von reichelt: Das Bundle besteht aus Raspberry Pi, Gehäuse und SD-Karte samt Betriebssystemen
XMAS-Pi von reichelt: Das Bundle besteht aus Raspberry Pi, Gehäuse und SD-Karte samt Betriebssystemen
(Bild: reichelt)
Ein XMAS-Bundle des Raspberry Pi (59 Euro) hat reichelt elektronik in seinem Portfolio. Das Weihnachtsset besteht aus:

Einem Raspberry Pi Mod. B 512 MB: Der Raspberry Pi ist ausgestattet mit einem Broadcom-Chip BCM2835, 700 MHz ARM-Prozesseor, Open GL ES 2.0, OpenVG, 10/100 BaseT-Ethernet-Buchse, HDMI-/RCA-Videobuchse, SD-Kartensteckplatz, 2 x USB 2.0

Einem Gehäuse im reichelt-Look: Das Gehäuse ermöglicht einfaches Öffnen und Schließen und erlaubt eine intuitive Kabelverbindung.

Einem Netzteil mit 1,2 A: Ausgang DC 5V, 1,2 A an Micro-USB-Stecker; einer 8 GB SD-Karte: mit vorinstalliertem NOOBS (6 Betriebssysteme): Raspian, Arch Linux, OpenELEC, Pidora, RISC OS und RaspBMC; einem winzigen WLAN-USB-Adapter: Wireless N mit bis zu 150 Mbit/s, Chipsatz: RTL8188CUS, Verschlüsselung: 64/128-Bit WEP,WPA,WPA2, WPS-kompatibel.

LED-Farbkabel am Raspberry Pi

LED-USB-Kabel: Lichteffekte für Raspberri Pi
LED-USB-Kabel: Lichteffekte für Raspberri Pi
(Bild: AVC)
Nicht nur der Weihnachtsbaum sondern auch der Rasperry Pi soll in bunten Farben leuchten? Anbieten würde sich dafür ein LED-USB-Kabel, beispielsweise von AVC-Berlin.

Die Micro-USB-Kabel unterstützen USB 2.0, haben eine Länge von 80 cm und kosten 9,90 Euro (plus Versand). Die Geschwindigkeit des Lauflichtes richtet sich dabei automatisch nach der Stromaufnahme des angeschlossenen Geräts.

Die USB-LED-Kabel sind erhältlich in den Farbkombinationen schwarz/blau, weiß/blau, weiß/violett, schwarz/grün, weiß/grün und schwarz/violett.

Raspberry Pi als Mediacenter

Der Raspberry Pi verfügt über den VideoCore-IV-Grafik-Chip von Broadcom und lässt sich darmit auch als Mediacenter einsetzen. Für die Videoübertragung, etwa an ein Fernsehgerät, stehen ein Composite- (Cinch) und ein HDMI-Anschluss zur Verfügung; letzterer meistert Videos sogar in HD-Qualität. Der Ton wird entweder direkt oder über einen Klinkenstecker (3,5 mm) übertragen. Auch ein Ethernet-Anschluss 10/100 BaseT- ist vorhanden. Damit bietet der Raspberry Hardware-seitig die Voraussetzungen für ein Mediacenter.

Mediacenter-Software

XBMC Home Screen: Der Multimedia-Startbildschirm eröffnet Ihnen zahlreiche Auswahlmöglichkeiten
XBMC Home Screen: Der Multimedia-Startbildschirm eröffnet Ihnen zahlreiche Auswahlmöglichkeiten
(Bild: Farnell)
Software-seitig empfiehlt sich Betriebssystem. Wie alle Betriebssysteme für den Raspberry wird auch dieses von einer SD-Karte gestartet. Empfehlenswert für die Performance ist ein schnelles Class10-Kartenmodell.

Als Betriebssystem empfiehlt sich XBMC, das Teil des Mediacenter-Betriebssystems Raspbmc ist. XBMC ist eine reine grafische Oberfläche, speziell für den Multimedia-Einsatz. Es unterstützt den CES-Standard, über den Signale der TV-Fernbedienung via HDMI direkt an den Raspberry weitergeleitet werden können.

Farnell-Mediacenter für den Raspberry Pi

Xbox Media Center: Das Zubehör für den Raspberry Pi macht diesen zur Kommunikationszentrale
Xbox Media Center: Das Zubehör für den Raspberry Pi macht diesen zur Kommunikationszentrale
(Bild: Farnel)
Wer ohne viel Aufwand zum Raspberry-Pi-Mediacenter kommen möchte, für den empfiehlt sich das Mediacenter für den Raspberry Pi von Farnell. Das Xbox-Media-Center-Set (XBMC) von Farnell element14 (rd. 57 Euro) erlaubt das Streaming von Computerinhalten, HTPC- oder NAS-Geräten im Heimnetzwerk über den Raspberry Pi. Dadurch wird ein Monitor oder der Fernseher zum Mediacenter. Zusätzlich können Benutzer auch mit einer Xbox Live-ID Inhalte empfehlen.

Das Farnell-Mediacenter-Kit beinhaltet:

Zum Lieferumfang des Starter-Kits gehört eine SD-Karte mit der vorinstallierten Raspbmc-Software und einer Open Source Linux-Distribution von Sam Nazarko, welche das XBMC auf den Raspberry Pi bringt. Wireless-Tastatur mit Mauspad

Um den Raspberry Pi im XBMC-Modus zu steuern, enthält das Paket ein kleines Keyboard (QWERTY) mit integriertem Mauspad. Die Tastatur verbindet sich drahtlos über einen Wireless Receiver, der an eine USB-Buchse des Raspberry Pi angeschlossen wird. Sie kann daher auch für PCs oder Laptops verwendet werden. Desweiteren sind ein HDMI- (1 m) und ein Ethernet-Kabel (3 m) beigefügt, um ein TV-Gerät oder Monitor anzuschließen und für die Verbindung mit dem Internet.

So nutzen Sie das Xbox Media Center via Raspberry Pi

Farnell macht es potenziellen Anwendern des Xbox-Media-Center-Sets leicht, dieses über die Linux-basierende PC-Platine Raspberry Pi zu steuern. Denn die auf das Media Center abgestimmte SD-Karte, die dem Set beiliegt, und in den Slot des Raspberry Pi gesteckt wird, erlaubt es auch Nutzern ohne große Linux-Kenntnisse, sich mit dem Open-Source-Betriebssystem zurechtzufinden.

Die Verbindung herstellen

(1) Beim ersten Mal verbinden Sie das Ethernet-Kabel mit dem Ethernet-Anschluss des Raspberry Pi und einem Router. Auf diese Weise bringen Sie das Betriebssystem Raspbmc via Online-Updates auf den aktuellen Stand.

(2) Verbinden Sie anschließend das HDMI-Kabel mit dem HDMI-Anschluss des Raspberry Pi und des Fernsehers.

(3) Stecken Sie die SD-Karte, die dem Xbox Media Center beilag, in den Slot des Raspberry Pi.

(4) Stecken sie den Wireless-Adapter der XBMC-Tastatur in einen USB-Port des Raspberry Pi.

(5) Haben Sie den Raspberry Pi über den Mikro-USB-Port mit seinem Netzteil verbunden, bootet der Raspberry Pi automatisch. Sie sehen nun am Bildschirm das Raspbmc-Logo.

XBMC-Bildschirm und Medienintegration

Nach dem Booten des Raspberry Pi via Raspbmc-SD erscheint der XBMC-Startbildschirm. Sie sehen die Schaltflächen "WEATHER", "PICTURES", "VIDEO", "MUSIC", "PROGRAMS" und "SYSTEM" sowie eine Zeitanzeige.

Nun können Sie Ihre eigenen Medien über den Raspberry Pi übertragen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, abhängig von Ihrem Netzwerk. Am einfachsten ist es, wenn Sie eine USB-Festplatte mit Filmen, Bildern, etc. am USB-Port des Raspberrry Pi anschließen.

Tipp: Video-Codecs integrieren

Spielen Sie Filme von Blu-Ray oder DVD ab, benötigen Sie die kostenpflichtigen Lizenzen für die Codecs VC-1 (rd. 2 Euro) oder MPEG-2 (rd. 3 Euro). Diese Codecs integrieren Sie über "programs, Raspbmc Settings".

Der Karaoke-Pi

Karaoke-Pi: Der Raspberry Pi lässt sich auch für Karaoke einsetzen
Karaoke-Pi: Der Raspberry Pi lässt sich auch für Karaoke einsetzen
(Bild: Pi-Fun)
Zu Weihnachten gehört neben Selbstgebackenem auch Selbstgesungenes. Und wenn man schon die eigene Stimme erklingen lässt – warum nicht gleich Karaoke im Familien- oder Freundeskreis? Pi Fun hat auf seiner Site ein Karaoke-System für den Raspberry Pi zusammengestellt: Das ganze basiert auf dem ALSA-Soundsystem, das Teil des Raspbian-Betriebssystems ist.

Raspbian wiederum ist separat oder als Teil der Raspberry-Betriebssystemsammlung NOOBS erhältlich.

Die technischen Voraussetzungen

  • Raspberry Pi mit dem Betriebssystem NOOBs
  • Von den sechs OOBs-Betriebssystemvarianten ist Raspbian auszuwählen
  • ein USB-Mikrofon
  • eine Internet-Verbindung
  • einen weiteren Computer mit SSH-Software
  • eine feste IP-Adresse für den Raspberry Pi

Ganz einfach ist die Aufgabe nicht und es bedarf noch einiger Aktionen, ehe Sie Karaoke nutzen können. Denn es gilt, die Ausgabe des Mikrofons und das Abspielen der Karaoke-Lieder zu syncronisieren. Eine detaillierte Anleitung zu den Linux-Anweisungen finden Sie auf der Site Pi-Fun.

Lichtmalerei mit dem Raspberry Pi

Lichtmalerei mit Raspberry P
Lichtmalerei mit Raspberry P
(Bild: Philip Burgess / Adafruit)
Lichtmalerei (Lightpainting) ist eine künstlerische Technik der Fotografie, die durch Bewegung einer oder mehrerer Lichtquellen oder durch die Bewegung der Kamera entsteht.

Die Fotografien werden in der Regel bei Dunkelheit oder in abgedunkelten Räumen mittels Langzeitbelichtung erstellt.

Eine Anleitung samt Hinweise der erforderlichen Komponenten – Hardware-seitig etwa ein digitales, adressierbares LED-Kabel; Software-seitig eine spezielle Educational-Variante für den Raspberry Pi –, fanden wir auf der Site von Adafruit.

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