Wechsel im Management von maxon motor

| Redakteur: Gerd Kucera

Das aktuelle globale Management von maxon (von links): Martin Zimmermann, Norbert Bitzi, Eugen Elmiger, Ulrich Claessen und Björn Axelsson.
Das aktuelle globale Management von maxon (von links): Martin Zimmermann, Norbert Bitzi, Eugen Elmiger, Ulrich Claessen und Björn Axelsson. (Bild: maxon motor ag, Sachseln)

Der Spezialist für elektrische und mechatronische Antriebstechnik wandelt sich zur internationalen Gruppe, was im Management zu mehreren Personalwechseln führt.

Der Spezialist für mechatronische Antriebssysteme, maxon motor, rüstet sich für die Zukunft und passt seine Führungsstrukturen an. Die bisherige Geschäftsleitung wird dadurch zur Gruppenleitung. Dieses Gremium treibt den weltweit laufenden Ausbau der Vertriebs-, Entwicklungs- und Produktionszentren weiter voran und ist verantwortliche für die strategische Ausrichtung der maxon Gruppe mit ihren 2800 Mitarbeitenden. Gleichzeitig erhält der Hauptsitz Schweiz eine eigene, lokale Geschäftsleitung. Diese hat ihre Arbeit am 1. Januar 2019 aufgenommen. Daniel von Wyl, langjähriger Leiter des Bereichs maxon medical, übernimmt neu die Position des lokalen Geschäftsleiters in Sachseln. Die definitive Übergabe aller Aufgaben erfolgt 2020.

In der Gruppenleitung gibt es zwei Personalwechsel: Neu dazu gestossen per 1. Januar 2019 ist Björn Axelsson. Er besetzt die neu geschaffene Position des Group Human Resources Officer.

COO Peter Grütter dagegen verlässt die Gruppenleitung. Er ist seit Dezember 2013 bei maxon und widmet sich nun neuen Herausforderungen innerhalb der Gruppe. Unter anderem verantwortet er die Eingliederung des britischen Elektromotorenherstellers Parvalux mit rund 180 Mitarbeitenden, der von maxon Ende 2018 übernommen wurde. Zusätzlich ist er für den Aufbau des im März 2019 eröffneten maxon Produktionsstandortes in Taunton (USA) verantwortlich.

CEO der maxon Gruppe bleibt Eugen Elmiger. Er konstatiert: „Wir freuen uns sehr, dass wir Björn Axelsson für maxon gewinnen konnten und er in der neu geschaffenen Position des Group HR-Verantwortlichen unser Unternehmen entscheidend voranbringen wird. Bei Peter Grütter bedanke ich mich für seinen grossen Einsatz in den letzten fünf Jahren und wünsche ihm viel Erfolg in seiner neuen Rolle.“

Mitglieder des globalen maxon Managements im Überblick: Eugen Elmiger (Group CEO), Norbert Bitzi (Group CFO), Ulrich Claessen (Group Research & Development), Martin Zimmermann( Group Sales), Björn Axelsson (Group Human Resources).

Mitglieder der lokalen Schweizer Geschäftsleitung sind: Daniel von Wyl (Geschäftsleiter maxon motor ag, Sachseln), Roger Lagodny (Leiter Rechnungswesen und Controlling), Dominik Stockmann (Entwicklungsleiter Motoren & Encoder), Patrik Gnos (Entwicklungsleiter Motion Control), Stefan Preier (Leiter Personal), Jürg Schneiter (Leiter Produktion).

maxon motor und das Praxisforum Antriebstechnik

Seit 2014 begleitet maxon motor das Praxisforum Elektrische Antriebstechnik der ELEKTRONIKPRAXIS in den Referaten und der begleitenden Fachausstellung. Im März 2019 standen Antriebe für intelligente Robotik nach dem Vorbild biologischer Funktionen im Mittelpunkt des Referats, mit dem Lernziel: verbesserte mechatronische Lösungsansätze, Dynamik, Regelungssoftware, zugrunde liegende Mathematik, Sensorik.

Abstract des Vortrags von Dr. Urs Kafader (Sachseln): Kollaborative Roboter oder kurz Cobots arbeiten mit Menschen gemeinsam und sind im Produktionsprozess nicht durch Schutzeinrichtungen von diesen getrennt. Cobots verfügen über eigene Sensoren, die Verletzungen beim menschlichen Mitarbeiter verhindern sollen. Cobots sind zu eigenen selbstgesteuerten Bewegungen fähig, die theoretisch sehr viel schneller sind als sie im kollaborativen Betrieb eingesetzt werden können, da die Sicherheit des Menschen im Vordergrund steht. Wenn man so will, sind Prothesen und Exoskeletons ein Spezialfall von sehr eng kollaborierenden Cobots und müssen ähnliche Anforderungen erfüllen.

Was sind die Herausforderungen, will man die volle Leistungsfähigkeit der Roboter im kollaborativen Bereich nutzen? Der Vortrag beleuchtete einige Aspekte und Konzepte menschlicher Bewegung, die für zukünftige kollaborative Roboter wichtig sind.

Wie macht man die Bewegungen kollaborative Roboter und Prothesen menschenähnlicher? Ausgehend von Eigenschaften des menschlichen Bewegungsapparat förderte der Vortrag Überlegungen, in welche Richtung gängige Antriebslösungen weiter zu entwickeln sind. Welche mechanischen Lösungsansätze können das biologische Vorbild aus Sehnen, Gelenken, Muskeln und Nervensystem abbilden? Dabei sind zeitliche, dynamische als auch regelungstechnische und energiesparende Aspekte zu berücksichtigen. Wie vermeidet man Reibung und wie setzt man Gelenke mit extrem tiefer Reibung und elastischem Verhalten ein? Wie sollte eine Sensorik ausgestaltet sein? Welchen Einfluss haben diese Gesichtspunkte auf Regelungssoftware und die zugrunde liegende Mathematik?

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