Kommentar Was wir von der Marsmission lernen können

Bilder, Töne und Videos: Seit der Rover Perseverance im Februar auf der Oberfläche des Mars gelandet ist, hat er schon hunderte Bilder zur Erde gesendet. Die Mission zeigt einmal mehr, was mit Technik und Wissenschaft möglich ist.

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Hendrik Härter, Redakteur Technologietrends bei Vogel Communications Group.
Hendrik Härter, Redakteur Technologietrends bei Vogel Communications Group.
(Bild: Vogel Communications Group)

18. Februar 2021: Der Marsrover Perseverance landet auf der Marsoberfläche. Die Bilder gehen um die Welt. Viral noch etwas unscharf, aber beeindruckend. Dann die ersten
Videos in HD von der NASA . Ich habe das Gefühl, das ist gar nicht weit weg. In den nächsten Tagen und Wochen dann nur hunderte Bilder von der roten Oberfläche unseres Nachbarplaneten, dazu Messdaten von den sieben Messinstrumenten und 16 Kameras . Eine Stereo- und Panoramakamera mit Zoomfunktion liefert zum Beispiel HD-Bilder.

Doch das eigentliche Highlight ist die Flugdrohne Ingenuity. Sie war ursprünglich nur dafür konzipiert, auf dem roten Planeten zu testen, ob Flüge überhaupt möglich sind. Der erste Motorflug auf der Marsoberfläche glückt. Dabei stellt der Helikopter immer wieder neue Rekorde bei der Flughöhe auf: Das NASA-Team konnte mit einem 129 Meter weiten und bis zu zehn Meter hohen Flug einen weiteren Erfolg verbuchen.

Jeder hat Zugang zu freier Wissenschaft

Die Marsmission zeigt eindrucksvoll, was mit Technik und Wissenschaft möglich ist: Dann so ein Großprojekt funktioniert nur, wenn Ingenieure, Maschinenbauer, Konstrukteure, Softwareentwickler und viele andere Experten weltweit miteinander zusammen arbeiten.

Freie Wissenschaft heißt: Alle können an Erfolge und Ergebnissen teilhaben. Die Weltraumforschung hat mit neuen Technologien unser Leben vorangebracht. Waren vor einigen Jahren nur wenige Fotografien und Fernsehbilder aus dem All zu sehen, so haben heute alle Menschen – dem Internet sei Dank – Zugang zu brillanten Bildern, Videos und Tonaufnahmen. Damit verbunden ist die Hoffnung, noch mehr Menschen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.

Freie Wissenschaft, vernetztes Arbeiten und grenzüberschreitendes Denken an Projekten – und deren Ergebnisse miteinander auszutauschen. Das darf nicht nur bei großen Weltraum-Projekten selbstverständlich sein. Es muss unser täglicher Antrieb werden!

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Fachredakteur Technologietrends, Vogel Communications Group