2. Obsolescence Day

Was Sie schon immer über Obsolescence wissen wollten

| Redakteur: Margit Kuther

Ulrich Ermel: Obsolescence wird sich in den nächsten Jahren verschärfen
Ulrich Ermel: Obsolescence wird sich in den nächsten Jahren verschärfen (Bild: COG Deutschland)

Wer meint, Obsolescence aussitzen zu können, sitzt auf einem wackeligen Stuhl. Mitgliedsfirmen der Component Obsolescence Group geben auf der electronica Expertentipps.

Wie stellt man als Hersteller langlebiger Wirtschaftsgüter eine jahrzehntelange Versorgung mit elektronischen Ersatzbauteilen sicher, wenn manche der benötigten Komponenten schon zwei, drei Jahre nach ihrer Markteinführung nicht mehr verfügbar sind? Welche Obsolescence-Strategien haben sich in den letzten Jahren in der Praxis am besten bewährt?

Mitglieder des COG (Component Obsolescence Group) Deutschland geben im Rahmen des 2. Obsolescence Day am 11. November auf der electronica 2014 in München Antworten auf brisante Fragen, die angesichts der in den letzten Jahren enorm gestiegenen Versorgungs- und Kostenrisiken immer mehr Entwickler, Einkäufer und Supply Chain-Experten aus den Bereichen Automatisierungs-, Automobil-, Bahn-, Kraftwerks-, Medizin oder Militärtechnik bewegen.

„Wer heutzutage noch immer glaubt, das Thema Bauteile-Obsolescence einfach aussitzen zu können, hat es sich auf einem sehr wackeligen Stuhl bequem gemacht. Vieles deutet darauf hin, dass sich das Problem aufgrund immer kürzerer Produktlebenszyklen auf der Komponentenseite in den nächsten Jahren eher noch weiter verschärfen wird,“ so Ulrich Ermel, Vorstandsvorsitzender des COG Deutschland

Experteninfos aus erster Hand von verschiedenen COG-Mitgliedsfirmen

„Als Non-Profit-Interessenverband können wir betroffenen Unternehmen deshalb nur immer wieder raten, sich baldmöglichst intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen. Mit unserem 2. Obsolescence Day bieten wir Interessenten die seltene Chance, dies umfassend an einem einzigen Tag (11.11.2014) und an einem Ort (electronica 2014) zu tun.“

An zehn Ständen können sich betroffene Unternehmen über unterschiedlichste pro- und reaktive Obsolescence-Strategien informieren, erfahren von ausgewiesenen Experten aus erster Hand, wie man sich am besten vor den negativen Folgen einer Bauteile-Obsolescence schützt.

Proaktives Vorsorge-Programm

Ein proaktives Vorsorge-Programm für seine 15.000 derzeit im Programm geführten Bauteile präsentiert bebro electronic in Halle A2, Stand 221 mit dem neuen unternehmenseigenen Obsolescence Management-Programm „bebroPLUS“.

Entsprechend den Anforderungen jedes einzelnen Kunden wird in einem sechs-, zwölf- oder 24-monatigem Monitoring-Rhythmus dessen komplettes Bauteil-Kontingent auf Lieferfähigkeit überprüft – klassifiziert nach technologischer Beschaffenheit, Alter des Bauteils, Hersteller, Bauteiltyp oder auch nach anderen, individuell erforderlichen Überwachungskriterien.

Neukunden erfahren dank „bebroPLUS“ zudem bereits beim Einpflegen ihrer Bauteileliste, welche kritischen Bauelemente diese möglicherweise enthält.

Von der Risikoeinschätzung bis zum Produkt-Redesign

Nicht nur die rein formelle Bearbeitung von Abkündigungen oder Product-Change-Notifications, sondern ein komplettes Maßnahmenpaket von der Definition von Kriterien für die Risikoeinschätzung über die proaktive Analyse der in der Produktentwicklung eingesetzten Bauteile bis hin zur Umsetzung der abgeleiteten Maßnahmen wie Endeindeckung, Langzeitlagerung von Bauteilen und Baugruppen, Kannibalisierung von Rückläufern, Produkt-Redesign etc. beinhaltet der komplexe, Obsolescence-Management-Prozess der BMK Group. Zum 2. Obsolescence Day bietet BMK in Halle A2, Stand 123 Einkäufern und Entwicklern die Möglichkeit, ihre Produkte hinsichtlich möglicher Obsolescence-Risiken von einem Expertenteam bewerten zu lassen.

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