Datenbrillen

Was Sie beim Design eines augennahen Displays beachten sollten

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Bei einem breiteren Sichtfeld alles im Blick

Das menschliche Auge hat ein horizontales Sichtfeld von beinahe 180°. Bei Augmented-Reality-Headsets beträgt das Sichtfeld hingegen nur 20° bis 60°. Das reicht aus, um natürlich zu sehen. Im Vergleich dazu haben typische Datenbrillen ein engeres Sichtfeld, auf das die Benutzer auf unnatürliche Weise immer wieder gezielt blicken müssen. Ein breiteres Sichtfeld erlaubt es dem Display dagegen, mehr Inhalte in das natürliche Bild des Benutzers von der realen Welt einzublenden, was unter dem Strich ein hochwertigeres Seherlebnis ergibt.

Das Sichtfeld wird von drei entscheidenden Designfaktoren bestimmt: der Diagonale des Mikrodisplay-Arrays, der Blendenzahl der Optik und der Pupillengröße am Ende des Lichtleiters. Die drei Faktoren sollten ausgewogen sein. Eine größere Displaydiagonale ergibt ein größeres Sichtfeld und in den meisten Fällen auch eine größere Auflösung.

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Gleichzeitig wird damit das System insgesamt größer, weil eine größere Optik benötigt wird. Eine Optik mit kleinerer Blendenzahl sorgt ebenfalls für ein größeres Sichtfeld, allerdings wachsen hierdurch die Abmessungen der Optik, während sich der Kontrast verschlechtert.

Die Größe der Pupille und das Sichtfeld

Je größer die Pupille wird, umso mehr schrumpft das Sichtfeld. So ist beispielsweise mit einer Pupillengröße von 5 mm ein Sichtfeld von 45° möglich, während eine Pupille mit 10 mm bei gleicher Blendenzahl in einem Sichtfeld von weniger als 25° resultiert.

In der Entwicklung befinden sich zahlreiche augennahe Lösungen nach dem Durchsicht-Prinzip. Entscheidend ist in jedem Fall eine visuelle Erfahrung, bei der die digitalen Inhalte nahtlos mit dem Blick auf die reale Welt verschmolzen werden. Das Design erfordert eine Reihe von Kompromissen, die unmittelbare Auswirkungen auf das Seherlebnis des Endanwenders haben.

Mehr Informationen zum Near-Eye-Display gibt es im englischsprachigen Whitepaper.

* Carlos Lopez ist bei Texas Instruments DLP Pico Products für das strategische Marketing verantwortlich. Dan Morgan ist Entwickler bei Texas Instruments DLP Pico Products.

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