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LED-Dienstleistung Was Sie bei der Auswahl der richtigen LED-Lösung beachten sollten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

LEDs sind komplexe Halbleiterbauelemente. Planung und Entwurf erfordern umfangreiches Fachwissen. Als Distributor sind Kenntnisse der Optoelektronik und der Elektronik notwendig.

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Längst hat die LED den konventionellen Leuchtmitteln den Rang abgelaufen. Rund um die Beleuchtung gibt es kaum noch Applikationen und Anwendungsfelder, in denen die LED nicht eingesetzt wird. Was für den „normalen“ Verbraucher häufig allein eine Frage von höherer Lichtausbeute, steigender Effizienz und sinkenden Betriebskosten ist, ist tatsächlich das Ergebnis des tiefgehenden und sich ständig erweiternden Wissens der Lösungsfinder und Lösungsanbieter von LED-Applikationen.

Wer am aktuellen Markt Akzente setzen will, ist als tradioneller Distributor und klassischer Logistikpartner unzureichend aufgestellt. Unverzichtbar sind detaillierte Kenntnisse in der Optoelektronik und der Elektronik, hier speziell von analoger Schaltungstechnik, in den Fertigungstechnologien und der Stromversorgung sowie der Mechanik.

Die Leuchtdiode hat sich bei den Entwicklern von Leuchten als Leuchtmittel der Gegenwart und Zukunft durchgesetzt. Die LED-Hersteller entwickeln immer neue und effizientere Bauformen. Hinsichtlich des Designs, der Leuchtenform und Lichteffekte sowie der übergreifenden Gestaltungsmöglichkeiten sind der Flexibilität keine Grenzen gesetzt. Anwender und Verbraucher erhalten hochwertige Produkte und profitieren von stimmigen Preis-Leistungsverhältnissen.

Detailkenntnisse als Schlüssel für ganzheitliche Lösungen mit LEDs

Die Gesamtvorteile der LED lassen sich nur dann optimal nutzen, sofern das LED-System als Ganzes betrachtet und im Einzelnen beherrscht wird. Nur wenn die LED die auf ihre Applikation optimal abgestimmte Auswahl erhält, ist der hohe Mehrwert gesichert.

Die Innovationsintervalle der führenden LED-Hersteller sind mittlerweile so kurz, dass die Leuchtenhersteller damit kaum Schritt halten können. Das macht die umfangreiche Design-In-Betreuung durch den LED-Spezialdistributor unumgänglich. Bei dieser unverzichtbaren Betreuungsform gilt es, gemeinsam zuerst die wichtigsten Anforderungen des Endkunden sowie die Betriebsbedingungen und Anwendungen aufzunehmen, sodann als Parameter festzulegen und schließlich zu definieren. Die sich daraus ergebenen Lösungsansätze resultieren aus der Verfügbarkeit mehrerer Bauformen und Leistungsklassen.

Beleuchtungen mit LEDs: Eine Anforderung, mehrere Lösungen

Einer der zahlreichen Vorteile von LEDs ist die Lösungsvielfalt, die sie einer Systemanforderung bieten. Wird beispielsweise ein Lichtstrom von 2000 lm gefordert, ergeben sich unter anderem folgende Lösungen:

  • Es werden18 High-Power LEDs zu je 1 W „SZW05A0A“ mit einem Betriebsstrom von 350 mA und einem Lichtstrom von typ. 115 lm verwendet. Diese Lösung ergibt eine punktuelle Lichtverteilung, die für Spot oder Strahleranwendungen geeignet ist. Der Einsatz von Sekundäroptiken ist hier problemlos möglich.
  • 66 Semi-Power LEDs „STW8Q2PA“ des in diesem Bereich marktführenden Herstellers Seoul Semiconductor werden eingesetzt. Jede LED liefert bei einem Betriebsstrom von 100 mA einen Lichtstrom von 30 lm. Aufgrund der hohen Anzahl der LEDs ergibt sich ein homogenes Lichtbild, das insbesondere für Flächenleuchten bestens geeignet ist.
  • Bei dieser LED-Type erreicht man wohl das zur Zeit beste „Lumen pro Euro Verhältnis“.
  • Es werden 125 Big-Top-View-LEDs „STW9T36B“ eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine 3-Chip-LED (3 x 20 mA) mit einem typ. Lichtstrom von 16 lm. Erreicht wird ein Farbwiedergabeindex (Colour Rendering Index, kurz CRI) von >85 oder typ. 90. Als photometrische Größe beschreibt der CRI die Qualität der Farbwiedergabe von Lichtquellengleicher korrelierter Farbtemperatur. Die abgekürzte Schreibweise für den Farbwiedergabeindex ist Ra; das Index-a steht für den allgemeinen Farbwiedergabeindex, der ausschließlich die Werte der ersten acht Testfarben nach DIN 6169 einbezieht.
  • Alle drei Lösungen sind für ein modernes Beleuchtungskonzept gut geeignet. Welche Lösung optimal ist, ist applikationsabhängig. Stets zu berücksichtigen ist der unmittelbare Zusammenhang von Lebensdauer/Effektivität und Junction-Temperatur. Die Junction-Temperatur wird durch die drei Parameter Betriebsstrom, Umgebungstemperatur und Wärmemanagement beeinflusst.

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