Was ist Medizintechnik? Definition, Beispiele und Karriere!

| Autor: Kathrin Schäfer

Moderne Medizintechnik auf der Intensivstation eines Krankenhauses überzeugt durch hohe Funktionalität, einfache Bedienung und gutes Design.
Moderne Medizintechnik auf der Intensivstation eines Krankenhauses überzeugt durch hohe Funktionalität, einfache Bedienung und gutes Design. (Bild: BV-Med)

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Die Medizintechnik ist eine stark regulierte, aber auch stetig wachsende Branche. Wie entstehen medizintechnische Produkte? Welche Adressen und vor allem Regularien muss man kennen? Wo kann man Medizintechnik studieren?

Medizintechnik ganz einfach erklärt: Medizintechnik ist eine ingenieurwissenschaftliche Fachrichtung. Die Medizintechnik entwickelt und fertigt Produkte, Geräte und Verfahren zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten.

Weitaus häufiger anzutreffen als die Definition des Begriffs Medizintechnik ist die Definition der Produkte, die von Medizintechnikfirmen hergestellt und in Verkehr gebracht werden. Wichtige und zentrale Informationsquellen dafür sind das Medizinproduktegesetz, die neue europäische Medizinprodukteverordnung MDR, das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Bundesverband Medizintechnologie

Was sind Medizinprodukte?

Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert „Medizinprodukte“ so: „Apparate und Stoffe, die vorwiegend physikalisch wirken und der Diagnose, Verhütung, Behandlung und Linderung von Krankheiten und Behinderungen dienen.“

Beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) heißt es: „Medizinprodukte sind Produkte mit medizinischer Zweckbestimmung, die vom Hersteller für die Anwendung beim Menschen bestimmt sind. Anders als bei Arzneimitteln, die pharmakologisch, immunologisch oder metabolisch wirken, wird die bestimmungsgemäße Hauptwirkung bei Medizinprodukten primär auf z. B. physikalischem Weg erreicht.

Zu den Medizinprodukten gehören z. B. Implantate, Produkte zur Injektion, Infusion, Transfusion und Dialyse, humanmedizinische Instrumente, medizinische Software, Katheter, Herzschrittmacher, Dentalprodukte, Verbandstoffe, Sehhilfen, Röntgengeräte, Kondome, ärztliche Instrumente sowie Labordiagnostika.

Medizinprodukte sind auch Produkte, die einen Stoff oder Zubereitungen aus Stoffen enthalten oder mit solchen beschichtet sind, die bei gesonderter Verwendung als Arzneimittel oder Bestandteil eines Arzneimittels (einschließlich Plasmaderivate) angesehen werden und in Ergänzung zu den Funktionen des Produktes eine Wirkung auf den menschlichen Körper entfalten können. Die gesetzliche Definition von Medizinprodukten ist in § 3 des Gesetzes über Medizinprodukte (MPG) enthalten.“

Die Definition des Bundesverbands Medizintechnologie (BV-Med) liefert außerdem Zahlen: „Medizinprodukte umfassen eine große Bandbreite von medizintechnischen Produkten und Verfahren, die Leben retten, heilen helfen und die Lebensqualität der Menschen verbessern. Nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums soll es rund 400.000 verschiedene Medizinprodukte geben. Beispiele sind Geräte für Diagnostik, Chirurgie, Intensivmedizin, Implantate, Sterilisation sowie Verbandmittel, Hilfsmittel oder OP-Material. Zu Medizinprodukten gehören nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) darüber hinaus auch Labordiagnostika.“

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