Elektronikentwicklung

Was haben diese Wearables gemeinsam

| Autor / Redakteur: Dirk Müller * / Johann Wiesböck

Osmo Action-Cam: Die Stabilisierungstechnologie (Dreiachsgimbal) von DJI ermöglicht einzigartige verwacklungsfreie 4K-Videos und 12MP Fotos.
Osmo Action-Cam: Die Stabilisierungstechnologie (Dreiachsgimbal) von DJI ermöglicht einzigartige verwacklungsfreie 4K-Videos und 12MP Fotos. (Bild: DJI)

Ende Januar fand in München die Sportartikelmesse ISPO statt, auf der diverse elektronische Funktionen in und um Sportartikel zu sehen waren. Die Entwickler dieser Wearables entschieden sich beim Design für eine besonders geeignete Lösung.

Bei der Entwicklung von Sportartikeln hat die Elektronik flächendeckend Einzug gehalten. Um sich in einem sehr wettbewerbsfähigen Markt durchzusetzen, in dem sich die Produkte hauptsächlich durch Soft-Faktoren wie Formen, Farben Materialien oder ein ästhetisches Design unterscheiden, kommt der Einzug von Elektronik als echtes Unterscheidungsmerkmal bei den Herstellern und Wiederverkäufern gut an.

Die Anwendungen von Elektronik sind im Sport vielfältig. Vielen ist der Nutzen von Action Cams bekannt, da es im Internet tausende von spektakulären Videos gibt, bei denen Extremsportler aus ungewöhnlichen Perspektiven gefilmt werden. Bisher waren die Kameras am Helm oder Stangen angebracht und die Filme entsprechend verwackelt. Jetzt hält die Stabilisationselektronik von ferngesteuerten Drohnen (Gyrocoptern) Einzug in die Stabilisierung von Action Cams, die in der Hand gehalten oder am Fahrrad befestigt werden können. Diese nächste Generation von Action Cams soll unverwackelte Filme in 4k Auflösung liefern.

Mit Sensoren im Sportschuh den Laufstil verbessern

Sensoren in Schuhen erkennen jetzt die Belastung des Fußes an vier markanten Druckpunkten und zeichnen über die Dauer eines Marathonlaufs die Messwerte auf. Die Sensoren sind auf einer flexiblen Leiterplattenfolie bestückt und die Werte können später aus der Aufzeichnungselektronik per USB-Schnittstelle ausgelesen werden. Mit einer App ist eine umfassende Analyse und Vorschläge zur Verbesserung des eigenen Laufstils verfügbar. Neben den Drucksensoren sind auch GPS und eine Bluetooth-Schnittstelle in dieser Schuhoption integriert. So kann bereits beim Laufen die Auswerte-App über Bluetooth im verbundenen Smartphone über Kopfhörer mitteilen, wie der Laufstil verbessert werden kann: “Links längere Schritte“.

Skihelme mit Notruf-App und integriertem Display

Bei den Skihelmen und Brillen gibt es auch schon verschiedene Studien und marktreife Produkte, wie Elektronik den Unterschied ausmachen kann. Mit einer einfachen Sensorschaltung werden die Lichtverhältnisse in der Umgebung erkannt und die LCD-Folie in der Skibrille ändert entsprechend die Farbe in Richtung grau als Sonnenschutz oder gelb als Kontrastverstärker bei Nebel. Ob sich in Zukunft ein Skihelm mit integriertem Display durchsetzen wird, in dem eine 3D-Pistenkarte zur Navigation des Skigebiets eingelesen werden kann, wird sich herausstellen. Interessant ist, dass bei der Abfahrt sofort Feedback gegeben werden könnte, wie weit und hoch ein Skifahrer über eine Schanze gesprungen ist.

Der Skihelm ist das ideale Ziel für Entwickler, da er Platz für die Integration von Anwendungen bietet. So kann bei einem Sturz die Beschleunigung im Helm gemessen werden und bei schweren Stürzen durch eine Notruf-App im Smartphone automatisch Hilfe geholt werden mit Angaben zur Person und Position, wenn der Fahrer nicht innerhalb von 2 Minuten reagiert. Weiterhin kann angezeigt werden, ob der Helm beschädigt wurde und noch verwendet werden sollte, oder durch die Schwere des Sturzes Schaden genommen hat.

Aber auch im Zubehörmarkt für Sportler zieht die Elektronik ein. Zum Nachrüsten für jeden Ski-, Motorrad- oder Fahrradhelm gibt es bidirektionale Funkgeräte, die das Mikrofon schon in den Kopfhörer integriert haben und mit Noise-Reduction die Umgebungs- und Atemgeräusche aktiv filtern. So können bis zu acht Skifahrer in 700 Meter Umkreis im Gespräch bleiben oder den Kopfhörer nutzen um per Sprachsteuerung Anrufe am Smartphone anzunehmen.

Designtipps für die Softwareentwicklung von Wearables

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