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ELEKTRONIKPRAXIS-Umfrage

Was die Elektronikbranche von 2012 erwartet

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Alexander Kocher, President Automotive Business Segment, Elektrobit

Wir gehen von geringem bis keinem Wachstum in 2012 aus. Insbesondere in der Automobilindustrie wird eine merkliche Abkühlung stattfinden.

Die größten Risikofaktoren sind die Euro-Krise und die drohende USA-Pleite, die zu einem weltweiten Rückgang der Verbrauchernachfrage führen. Davon wird auch der bisher stark boomende Markt in China negativ betroffen sein.

Auch 2012 wird Apple wieder ein Trendsetter sein. Durch die Spracherkennung "SIRI" im neuen iPhone 4s werden Spracheingabetechnologien einen zusätzlichen Antrieb erfahren. TK

Holger Asmussen, CEO von Hameg Instruments

Für das untere und mittlere Preissegment hat sich Hameg nicht zuletzt mit den neuen, kürzlich eingeführten MSOs im Entry-Level Segment positioniert. Der Blick in das Jahr 2012 ist für mich auch angesichts des Wachstums bei den Netzgeräten und Spektrumanalysatoren viel versprechend, weil Universalität zunehmend zum Trend bei zukünftigen Investitionen wird. Das Unternehmen erzielt bereits im dritten Jahr in Folge ein ordentliches Wachstum im zweistelligen Bereich. Hameg entwickelt und vertreibt seine Geräte in eigener Regie, wobei das Vertriebsnetz von Rohde & Schwarz zunehmend an Bedeutung gewinnt. HEH

Thomas Braun, Vice President Sales, Arrow Central Europe

Aufgrund der Unsicherheiten in den Märkten ist es derzeit, ähnlich wie Ende 2008, schwierig, eine Prognose zu wagen. Wir haben es aktuell mit einer ähnlichen Volatilität zu tun wie zur Zeit der Finanzkrise. Bei Betrachtung des makroökonomischen Umfelds liegt der Schwerpunkt hauptsächlich auf der Euro-Krise. Vermutlich sehen wir erst gegen Ende des ersten Quartals klarer, wohin die Reise in 2012 gehen wird.

Wir erleben derzeit, dass die Euro-Krise in den letzten Monaten unheimlich an Dynamik gewonnen hat, und die Welt schaut derzeit auf Europa. Allerdings haben unter anderem auch die USA ein massives Haushaltsproblem, daher wird deutlich, dass die Schuldenkrise mehrerer großer Wirtschaftsräume den größten Risikofaktor darstellt. Auf die Auswirkungen der Katastrophen in Japan und Thailand konnten wir mit gezielten Maßnahmen in der globalen Lieferkette gut reagieren, sodass wir hier im Großen und Ganzen keine langfristigen Risikofaktoren sehen.

Im Bereich der mobilen Applikationen stehen wir noch am Anfang und vor großen Wachstumsmöglichkeiten, wenngleich sich hier viel im asiatischen Raum abspielen wird. Wie schon in diesem Jahr werden Medizintechnik und Erneuerbare Energien eine große Rolle spielen, letzteres hat vor dem Hintergrund der Energiewende speziell in Deutschland noch einmal an Bedeutung gewonnen. Der Siegeszug der LED hält unvermindert an, so dass wir hier einen großen Schwerpunkt gebildet haben. Insgesamt ist und bleibt das Thema Energieeffizienz ein großer Treiber. MK

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