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ELEKTRONIKPRAXIS-Umfrage

Was die Elektronikbranche von 2012 erwartet

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Firmen zum Thema

Marko Könönen, Geschäftsführer des Arbeitsplatzausrüsters Treston

Könönen schätzt die Zukunft „verhalten positiv“ ein. Treston hatte ein gutes Jahr und gute Aufträge aus mittelständischen Unternehmen. Sein Ausblick: Die Geschäfte werden sich positiv entwickeln, „aber nicht so rasant wie in diesem Jahr“.

Die Komponenten-Knappheit ist für Treston eher kein Problem

Als wichtige Technologien, die im kommenden Jahr oder in den kommenden 24 Monaten entscheidenden Einfluss nehmen werden, sieht Könönen vor allem Clean Technology, also in allererster Linie die Umwelttechnologien. FG

Guido Wolf, Marketing Manager EMEA, LeCroy

Für LeCroy endet eines der stärksten Jahre in der Firmengeschichte. Die Nachfrage nach hochwertiger Messtechnik ist weiter ungebrochen. Im ablaufenden Geschäftsjahr konnte das Unternehmen noch Zuwächse im zweistelligen Bereich machen. Allerdings wird es ein Wachstum auf diesem hohen Niveau nicht weiter geben. Trotzdem sieht Guido Wolf weiterhin ein gesundes Wachstum. Treibende Kraft bei LeCroy sind Oszilloskope mit hohen Bandbreiten ab 30 GHz und mehr, die gerade für die optische Datenübertragung von großem Interesse sind. Auch die Geräte mit 12 Bit für präzisere Ergebnisse konnten das Wachstum weiter befeuern. Solche Genauigkeiten sind vor allem in Brachen wie der Medizinelektronik, der Leistungstechnik oder dem Automobilbau sehr gefragt. Die serielle Datenübertragung wird breiter werden.

Trotz eines möglichen Umsatzrückganges bleiben Forschung und Bildung in Deutschland stark. Gerade für Einstiegsgeräte ist noch genügend Geld vorhanden. In Zukunft wird die starke Kommunikationsbranche nach schnellerer Messtechnik verlangen. Die Spektren werden in Zukunft effizienter genutzt werden. Das hat zur Folge, dass hier die Messtechnik genauer und präziser arbeiten muss. HEH

Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks, Harting

Die letzten zwei Jahre konnte Harting und auch die Branche ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Das ist ein sehr hohes Niveau, ich gehe nicht davon aus, dass das 2012 erreicht wird. Wir rechnen mit einem einstelligen Wachstum im nächsten Jahr. Damit sind wir sehr zufrieden und blicken positiv in die Zukunft.

Europa muss seine Schulden in den Griff bekommen, denn China wird nicht wieder die Lokomotive sein, die die Staaten aus einer Krise herauszieht. Dafür hat das Land momentan genug eigene Probleme wie Inflation, Immobilienkrise, Investitionsstop. Viele Investoren warten ab, was die neue Regierung bringen wird.

Trends sind Miniaturisierung und Modularisierung, höhere Datenraten und Energieeffizienz sowie nachhaltiger und schonender Umgang mit Ressourcen. Wesentliche Impulse werden vom Einzug der IT in die Produktion, der Automation IT, einer durchgängigen Struktur für die Informationsübertragung und der Steuerung der Energieübertragung ausgehen. Sicherheit wird in der Automation eine der größten Herausforderungen darstellen. KR

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