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ELEKTRONIKPRAXIS-Umfrage

Was die Elektronikbranche von 2012 erwartet

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Firmen zum Thema

Harald Steiner, Geschäftsführer BVS Blechtechnik

Nach einem starken dritten Quartal scheint sich nun eine Abschwächung der Konjunktur abzuzeichnen, obwohl die Unternehmen und Verbraucher ihre Hausaufgaben durch Investitionen in Maschinen und Anlagen bzw. gestiegene Konsumausgaben gemacht haben.

Bleibt zu hoffen, dass auch unsere Politiker ihren Teil beitragen und das Notwendige zur Stabilisierung des Euro tun. KR

Jürgen Schäfer, Leiter Gesamtvertrieb WAGO Kontakttechnik

Das Wachstum hat sich auch bei uns branchenentsprechend in der zweiten Hälfte 2011 abgeschwächt; für 2012 erwarten wir ein einstelliges Wachstum – aber wir werden erleben, dass es uns nicht mehr so leicht fallen wird wie noch in 2011. Die Wirtschaft reagiert empfindlicher auf (wirtschafts-)politische Entwicklungen und die Investitionsbudgets unserer Kunden werden geringer ausfallen als in den letzten beiden Jahren.

Die Einflüsse gehen ja an keinem mehr vorbei – die Welt und die Wirtschaft sind global vernetzt. Es geht daher nur noch um das Maß der Betroffenheit. Dem kann sich heute keine größere Volkswirtschaft oder kein international operierendes Unternehmen entziehen.

In der Automation geht es um mehr Integration und um eine möglichst einfache Anwendung: lieber konfigurieren statt programmieren sowie standardisierte Prozesse. Da sehen wir insbesondere in der Gebäudetechnik für uns noch viele Möglichkeiten. Die Kunden wünschen sich kleinere Komponenten mit mehr Leistung zum gleichen oder sogar geringeren Preis. Diesen Trend hat Wago erkannt und beispielsweise in der Verbindungstechnik neue Produkte mit zusätzlichen Funktionen und kleineren Gehäusen herausgebracht. Beispiele dafür sind unser Topjob S-Reihenklemmenprogramm, das neue Steckverbindersystem Picomax aber auch die neue Dosenklemme 2273 oder die LED-Leiterplattenklemme 2060. KR

Robert Wuyts, Geschäftsführer Föhrenbach Application Tooling

Es wird sich nichts dramatisch ändern. Wir blicken sehr positiv in die Zukunft. Toolhersteller arbeiten ohnehin mit relativ kurzfristigen Bestellungen im 3-Monats-Rahmen. Wahrscheinlich für das nächste Jahr ist, dass sich die Abstände zwischen den Minima und Maxima der zyklischen Sinuskurve, also dem Auf und Ab der Wirtschaft, verkürzen werden.

Wir spüren keine Risikofaktoren.

Technologisch gesehen geht es in Richtung Miniaturisierung, höhere Genauigkeit und Präzision sowie Anwenderfreundlichkeit. KR

Dr.-Ing. Herbert Hanselmann, Geschäftsführer dSPACE

Euro-Krise und USA-Pleite sind die größten Risiken, weil keiner so recht weiß, wie sich das auf die Realwirtschaft und ihre Branchen wirklich auswirken würde. TK

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