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ELEKTRONIKPRAXIS-Umfrage

Was die Elektronikbranche von 2012 erwartet

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Georg Steinberger, Vorsitzender des FBDi

2012 wird bestenfalls verhalten positiv, wahrscheinlich aber flach, da 2011 ein Rekordjahr war, das angesichts der momentanen Abflachung schwer zu übertreffen sein wird.

Risikofaktoren sind die gesamtwirtschaftliche Lage in Europa (Euro-Krise und Auswirkungen aufs allg. Wirtschaftswachstum), USA (Konjunktur) und China (Inflation und Immobilienblase). Industriespezifisch sind es der hohe Lagerbestand bei Industrie- und Automobilkunden, die negativ auf Neubestellungen wirken sowie eine weitere Produktionsabwanderung nach Osteuropa und Asien.

Im Consumerbereich sind neue Mobilfunkgeräte sowie die Tablet PCs die technologischen Trends, aber auch TV und Projektoren mit Blick auf die Olympischen Spiele in London. Hinzu kommen in der Industrie neue Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien, Metering und Sensorik. MK

Ralph Engel, Geschäftsführer eks Engel GmbH & Co KG

Ich gehe nach den Gesprächen auf der diesjährigen SPS/IPC/Drives in Nürnberg davon aus, dass wir in 2012 einen leicht wachsenden Markt in der Elektronikbranche haben werden. Dieser wird bei weitem nicht die Dynamik der letzten zwölf Monate haben, aber dafür stabil sein.

Größtes Risiko ist eine Pleite der USA. Denn sollte dieses Land seinen Haushalt aufgrund parteipolitischen Gezänks nicht wie erwartet konsolidieren können und damit in der nächsten Dekade einen Schuldenabbau erreichen, so wird das massive Einflüsse auf unsere Wirtschaft haben. Die Euro-Krise werden die europäischen Regierungen in den Griff bekommen.

Vor allem in der Automatisierung birgt die weitere Vernetzung mit Ethernet riesige Potenziale. Wichtige Aspekte sind hier die Verfügbarkeit in allen Anwendungsbereichen, die Skalierbarkeit von Managementfunktionen und die Diagnosemöglichkeiten. KU

Ottmar Flach, Geschäftsführer Atlantik Elektronik

Aus der Sicht von Atlantik Elektronik sind wir stolz darauf, bereits im den ersten beiden Monaten unseres neuen Finanzjahres, welches am 1. Oktober begann, Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr verzeichnen zu können. Das ist einerseits darauf zurückzuführen, dass wir nicht so stark im Commodity Markt vertreten sind und demzufolge nicht stärkeren Marktschwankungen unterliegen. Unser Wachstum ist vor allem auf das gezielte Umsetzen von Produktneuentwicklungen zurückzuführen. Aus unserer Sicht wird sich das Wachstum des Elektronikmarktes im kommenden Jahr generell verlangsamen.

Die Welt wurde grundsätzlich viel schnelllebiger. Somit ist ein genereller Optimierungs- und Anpassungsprozess zu verzeichnen. Im Einzelnen beeinflussen all die genannten Risiken die Entwicklung. Die Reaktion darauf ist zwischenzeitlich von allen wichtigen Marktteilnehmern sehr professionell. Auf und Ab´s wird es immer geben und die Auslöser hierfür sind nicht immer eindeutig zu orten.

Als Trendscout setzt die Atlantik Elektronik auf kurz- bis mittelfristige Veränderungen, d.h. auf neue Märkte und Lösungen innerhalb neuer und neu entstehender, innovativer Marktsegmente. Für uns sind hierbei Themen wie Energieeffizienz, Haus- und Gebäudeautomatisierung, die neue Technologie Bluetooth Low Energy, der Bereich Healthcare sowie energie-effiziente Lighting-Lösungen und neueste LED-Anwendungen von größter Bedeutung und gleichzeitig ein weiterer Schritt in Richtung innovative, zukunftssichere Technologievermarktung. MK

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