Einkauf in China Was deutsche Unternehmen am chinesischen Lieferantenmarkt schätzen

Redakteur: Margit Kuther

Ist China für Unternehmen ein verlässlicher Partner? Ja. Denn knapp 95 Prozent der deutschen Firmen sind mit ihren Supply-Chain-Aktivitäten in China zufrieden, so das Ergebnis der Studie "Einkauf in China".

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(Bild: Goetzpartners)
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Wesentliche Werttreiber für den nachhaltigen Erfolg in China sind vor allem die Betreuung von Geschäftspartnern nach westlichem Qualitätsstandard sowie die effektive und effiziente Steuerung der Supply Chain, so das Ergebnis der Studie "Einkauf in China".

Drei Schlüsselfaktoren bestimmen den nachhaltigen Erfolg in China

Für die Studie hat Goetzpartners 95 deutsche Industrieunternehmen befragt. Davon stammen 26% aus dem Maschinen- und Anlagenbau, 22% aus der Automobil- und Fahrzeugtechnik, 10% zählen zur Elektrik- und Elektronikindustrie und 22% gehören zu anderen Branchen (Chemie, Pharma, Flugzeugbau, Kunststoff, Textil, Lebensmittel, Energie und Metallbearbeitung).

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Drei Schlüsselfaktoren bestimmen der Studie zufolge den unternehmerischen Erfolg in China:

Kompetente Betreuung und Produktionsstätten vor Ort

Die kompetente Betreuung von Lieferanten und Produktionsstätten vor Ort sind vielfach im Sinne westlicher Qualitätssicherungssysteme.

Das aktive Lieferantenmanagement, das bei westeuropäischen Lieferanten längst zum Standard zählt, ersetzt inzwischen auch in China die Beschränkung der Aktivitäten lediglich auf die Identifikation und Qualifikation von Lieferanten.

Die Steuerung der Supply Chain

Während sich die Marktverlierer ausschließlich auf die Produktqualität beschränkten, haben erfolgreiche Unternehmen alle Erfolgsparameter (Produktqualität, Währungsrisiko, Logistikrisiko und vertragliche Incoterms) konsistent implementiert und überwacht.

Eine pragmatische und zeitlich genau getaktete Vorgehensweise beim Aufbau der Lieferketten, beginnend mit einfacheren Produkten hin zu komplexeren Bauteilen und Systemen.

In kleinen Schritten vorantasten

Viele vertane Chancen in China hängen damit zusammen, dass gleich mit komplexen Fragestellungen nach neuen Lieferanten gesucht wird, anstatt erst die einfachen Dinge zu verlagern und dann entlang der in der Region gesteuerten Lernkurve erst die Komplexität zu steigern.

Marc Staudenmayer, Managing Director bei goetzpartners und Leiter der Service Line Supply Chain Management, betont, dass über alle analysierten Branchen hinweg die Faktoren für erfolgreiche Aktivitäten in China sehr ähnlich sind:

„Wir sind heute im Supply Chain Management an einem Punkt angekommen, wo die Identifizierung und Qualifizierung von Lieferanten in China keinen Wettbewerbsvorteil mehr bietet."

Erfolg durch Netzwerke

Die erfolgreichen Unternehmen bauen auf Systeme und Netzwerke, die "wir Global Sourcing 2.0 nennen. Sie alle legen einen klaren Fokus auf die systematische Lieferantenbetreuung und -entwicklung in China,“, so Marc Staudenmayer.

Hierzu sind weitaus höhere Kompetenzen vor Ort in China notwendig, beispielsweise in der Qualitätssicherung und in der Lieferantenentwicklung. "Dieser Kompetenzaufbau erfordert nicht nur Zeit, sondern setzt eine tiefe Kenntnis der chinesischen Kultur und der Besonderheiten vor Ort voraus", fasst Marc Staudenmayer zusammen.

Die komplette Studie können Interessierte kostenfrei bei Goetzpartners anfordern: Manuela Nikui, nikui@goetzpartners.com

Über Goetzpartners

Goetzpartners ist ein unabhängiges europäisches Beratungsunternehmen, das M&A-Beratung (Mergers & Acquisitions) und Management Consulting unter einem Dach kombiniert. Mit diesem Angebot berät Goetzpartners Unternehmen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette.

Das Goetzpartners unterstützt seine Kunden dabei, mit effizientem Supply-Chain-Management ihre Lieferkette nachhaltig optimal zu gestalten. Die Gruppe ist mit Büros in München, Düsseldorf, Frankfurt, London, Madrid, Moskau, Paris, Prag und Zürich sowie internationalen Kooperationen vertreten.

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