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Buchtipp Warum wiegt das Raumschiff Enterprise nur 158 Kilogramm?

| Redakteur: Franz Graser

Der Physikprofessor Metin Tolan von der TU Dortmund versteht es, Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern. Sein Buch „Die Star Trek Physik“ gibt Antworten auf wissenschaftliche Fragen, die sich viele Fans schon oft gestellt haben.

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Das Raumschiff Enterprise (hier ein Modell im kanadischen Ort Vulcan/Alberta) ist der gar nicht so heimliche Star der ersten TV-Serie aus dem „Star Trek“-Universum. In seinem Buch zeigt Professor Metin Tolan, dass sich die Star-Trek-Autoren erstaunlich ernsthaft mit der Physik auseinandergesetzt haben.
Das Raumschiff Enterprise (hier ein Modell im kanadischen Ort Vulcan/Alberta) ist der gar nicht so heimliche Star der ersten TV-Serie aus dem „Star Trek“-Universum. In seinem Buch zeigt Professor Metin Tolan, dass sich die Star-Trek-Autoren erstaunlich ernsthaft mit der Physik auseinandergesetzt haben.

Nicht-Initiierte haben sich bestimmt schon oft gefragt, was denn eigentlich der Unterschied zwischen „Star Trek“ und „Star Wars“ sei. Man könnte oberflächlich antworten und sagen „Star Wars ist das mit den Lichtschwertern, Star Trek ist das mit dem Beamen.“

Aber der Unterschied liegt tiefer. Während das von George Lucas ersonnene „Star Wars“-Universum immer auch Elemente der Fantasy enthielt, so etwa das Mysterium um die geheimnisvolle „Macht“, fühlte sich „Star Trek“ schon immer stärker der Science Fiction verpflichtet: Was auf dem Schirm gezeigt wurde, sollte zumindest denkbar und plausibel sein, auch dann, wenn ein Problem durch eine futuristische Technik gelöst wurde.

Star Trek bemühte sich seit seinen Anfängen vor 50 Jahren, ein konsistentes Universum zu erschaffen, das mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang gebracht werden konnte – und zwar über alle Inkarnationen hinweg. Das erklärt auch, warum die Serie viele junge Menschen inspirierte, sich mit Wissenschaft und Technik zu beschäftigen.

So auch Metin Tolan. Der 1965 geborene Professor für experimentelle Physik und Wissenschaftskabarettist baute als Kind das Raumschiff Enterprise mit Lego-Bausteinen nach. Jetzt, zum 50-jährigen Jubiläum der Erstausstrahlung der allerersten Star-Trek-Folge „The Man Trap“ (deutscher Titel „Das Letzte seiner Art“) in den USA, beleuchtet Tolan in seinem Buch „Die Star Trek Physik“, wie gut das fiktionale Universum und die reale Physik miteinander harmonieren.

Und das ist überraschend oft der Fall. Nach einem kurzen einleitenden Rück- und Überblick über die Geschichte der Star-Trek-Serien und Filme geht Tolan gleich mit den Newtonschen Axiomen in medias res, darunter der Trägheitssatz und das bekannte Gesetz „actio = reactio“.

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