Warum eine modulare Prüflösung für elektronische Baugruppen hilfreich ist

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Modulare Wechselsätze für Layoutänderungen

Vision Systeme, Scanner, Kennzeichnungsgeräte und viele weitere Funktionen sind integrierbar. Ein umfangreiches Boardhandling-Angebot ergänzt die Prüfanlagen. Die Produktpalette umfasst zahlreiche Handling- und Transportsysteme für Leiterplatten und Werkstückträger. Bei hoher Produktvarianz spielen modulare Wechselsätze für die unterschiedlichen Tests eine wesentliche Rolle (Bild 2). Anhand der finalen Daten der zu prüfenden Elektronikbaugruppen entwickeln die Prüfexperten den passenden Wechselsatz. Dabei profitieren Kunden von der hohen Fertigungstiefe der Prüfexperten von Engmatec: Hohe Verfügbarkeit benötigter Materialien und Halbzeuge sowie Spezialisten für Konstruktion, Montage und Verdrahtung im eigenen Haus sorgen für kurze Reaktionszeiten.

Es kann flexibler bei einzelnen Entwicklungsschritten eingegriffen werden und auch größere Layoutänderungen lassen sich schneller umsetzen. Beim Übergang von der Entwicklung zur Serienfertigung bringen die modularen Wechselsätze einen weiteren Vorteil: In vielen Fällen lassen sie sich mit wenigen Änderungen in Inline-Testsystemen weiter verwenden (Bild 3). Dazu hat Engmatec unter dem Namen Musketier spezielle Konzepte entwickelt.

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Nicht nur zuverlässiges Testen spielt eine große Rolle bei der Entwicklung von Elektronikkomponenten. Ebenso wichtig ist die Nachvollziehbarkeit: Welches Produkt wurde wie hergestellt und hat wann welche Tests durchlaufen? Deshalb sind den Radolfzellern auch Dokumentation und Traceability in ihren Anlagen wichtig. Sie unterstützen ihre Anwender bei der Integration in eine übergeordnete Steuerung und realisieren die Anbindung an Datenbanken bzw. ein MES (Manufacturing Execution System). Gleichzeitig bieten sie Beratung im gesamten Projektmanagement bei der Strukturierung und Dokumentation von Prozessen. Somit lassen sich Prüfergebnisse zentral speichern und verwalten.

Testexperten frühzeitig mit ins Boot holen

Wer ein gutes Produkt entwickeln und herstellen will, sollte den Experten für das Testen frühzeitig ins Boot nehmen. Hersteller elektronischer Produkte entwickeln ihre Prüfstrategien selbst und greifen auf die jahrelange Erfahrung der Prüfexperten zurück. So lassen sich gemeinsam abgestimmte Prüflösungen entwickeln. Darauf vertrauen mittlerweile viele Großunternehmer weltweit. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen. Dazu gehören beispielsweise die Haus- und Medizintechnik oder die Automobil-, Consumer- und Industrieelektronik.

Die Vorteile des Prüfkonzepts „Musketier“

Das Prüfkonzept „Musketier“ basiert auf Standardgeräten von Engmatec (Bild 4). Dank des flexiblen Modulsystems lassen sich Wechselsätze für den In-Circuit-Test, Funktionstest und End-of-Line-Test von Leiterplatten und Flachbaugruppen sowohl in Handadaptern als auch in Inline-Kontaktiersystemen nutzen. Kosten sollen somit beim Produktionsstart gering gehalten werden. Höhere Investitionskosten fallen erst mit zunehmendem Produktionsvolumen an. Da sich die vorhandene Wechseleinheit weiter verwenden lässt, lässt sich der Inline-Adapter schneller erstellen, wenn höhere Stückzahlen in einer automatisierten Linie produziert werden sollen.

Ein zusätzlicher positiver Effekt der flexiblen Wechseleinheit ergibt sich aus dem sogenannten Aftermarket, also wenn das Produkt bereits erfolgreich etabliert wurde. Um bei geringeren Produktionszahlen die notwendigen Service-Dienstleistungen für Wartung und Reparatur von Produkten oder ihre Ersatzteile zur Verfügung zu stellen, kann problemlos auf den Handadapter umgestellt werden. Mit dem standardisierten Modulsystem ist es jetzt möglich, Anlagen schnell umzurüsten. Gerade bei unterschiedlichen Fertigungsstandorten hat das Wechselprinzip einen Vorteil. Die Wechseleinsätze können zu verschiedenen Produktionsstätten transferiert und je nach Automatisierungsgrad der Standorte dort manuell oder integriert in eine Fertigungslinie betrieben werden.

* Michael Kaltenbach arbeitet bei Engmatec als Vertriebsleiter und Nora Crocoll arbeitet im Redaktionsbüro Stutensee.

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