Morsen auf dem Mars Warum die NASA absichtlich große Löcher in Curiositys Räder ließ

Redakteur: Holger Heller

Der Mars-Rover Curiosity der NASA mag zwar vollgestopft sein mit fortschrittlichsten Instrumenten, um Schürfen, Bohren und hochauflösende Fotos zu ermöglichen, aber ein integriertes GPS fehlt (Achtung: Ironie!).

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". - - - . - - . . - . .": auf dem Rad von Curiosity bedeutet "JPL"
". - - - . - - . . - . .": auf dem Rad von Curiosity bedeutet "JPL"
(NASA)

Die einzige Möglichkeit, die Position von Curiosity und dessen zurückgelegte Wegstrecke auf dem Mars zu verfolgen, ist die Beobachtung seiner Spuren, die er mit seinen Autoreifen-großen Rädern im Marsstaub hinterlässt.

Die NASA-Entwickler fügten dazu Löcher in das Profil der Curiosity-Räder ein, die bei jeder Radumdrehung einen einzigartigen Abdruck auf dem Mars hinterlassen. Raumsonden fotografieren dann diese Abdrücke und die Wissenschaftler berechnen daraus, wie weit sich der Rover bewegt hat.

Raffiniert von den Entwicklern: Das Muster ergibt Punkte und Striche, die im Morse-Code die Abkürzung „JPL“ ergeben. JPL steht für das „Jet Propulsion Laboratory“, der NASA-Abteilung, die für Curiosity verantwortlich ist.

Am 22. August 2012 hinterließ der mit sechs Rädern ausgestattete, 1 t schwere Rover seine Code-Spur nach der ersten erfolgreichen Testfahrt: er rollte ca. 4,50 m vorwärts, drehte sich um 90° und rollte wieder 2,40 m zurück in Richtung seiner Ausgangsposition.

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