War for Talents verschärft sich

| Redakteur: David Franz

"Die Top-Talente müssen sich immer weniger um einen neuen Job bemühen. Immer häufiger werden sie direkt von Arbeitgebern oder Headhuntern angesprochen“, erläutert trendence-Geschäftsführer Holger Koch die Situation am Arbeitsmarkt.
"Die Top-Talente müssen sich immer weniger um einen neuen Job bemühen. Immer häufiger werden sie direkt von Arbeitgebern oder Headhuntern angesprochen“, erläutert trendence-Geschäftsführer Holger Koch die Situation am Arbeitsmarkt. (Bild: CC0 / CC0)

Unternehmen suchen immer mehr neue Mitarbeiter mit Berufserfahrung, gleichzeitig sind Young Professionals immer weniger bereit, den Job zu wechseln. Auf die Automobilindustrie hat das kaum Auswirkung. Trotz Diesel-Affäre bleibt die Branche mit deutlichem Abstand beliebtester Arbeitgeber der jungen Berufstätigen.

„Ein Problem für Arbeitgeber und eine Luxussituation für Top-Talente“

68 Prozent der Young Professionals haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Job angeboten bekommen, im Schnitt waren es 4,2 Jobs. 2016 erhielten 64 Prozent durchschnittlich 3,6 Angebote. Verschärft wird der Engpass dadurch, dass immer weniger Young Professionals auf der Suche nach einem neuen Job sind. 2016 waren 22 Prozent aktiv auf der Suche nach einem neuen Job, in diesem Jahr wollen nur noch 17 Prozent den Job wechseln.

Infografik: Die 10 beliebtesten Arbeitgeber der Young Professionals
Infografik: Die 10 beliebtesten Arbeitgeber der Young Professionals (Bild: trendence Young Professional Barometer)

„Die Top-Talente müssen sich immer weniger um einen neuen Job bemühen. Immer häufiger werden sie direkt von Arbeitgebern oder Headhuntern angesprochen. Unternehmen müssen sich heute viel mehr anstrengen, um die richtigen Professionals auch wirklich zu bekommen“, erläutert trendence-Geschäftsführer Holger Koch die Situation am Arbeitsmarkt.

„Das ist ein Problem für Arbeitgeber und eine Luxussituation für Top-Talente.“

Die größte Fluktuation ist bei Wirtschaftswissenschaftlern zu erwarten: Jeder Fünfte sucht aktiv einen neuen Job, gleichzeitig haben 72 Prozent der Young Professionals der Berufsgruppe im vergangenen Jahr mindestens ein Jobangebote erhalten. Das Brain-Drain-Risiko liegt 30 Prozent über dem anderer Berufsgruppen.

Automobilindustrie trotz Diesel-Affäre beliebteste Branche

Trotz der anhaltenden Schlagzeilen rund um die Diesel-Affäre bleibt die Automobilbranche unter den Young Professionals die mit Abstand beliebteste Branche. 54 Prozent wollen einen Job in der Automobilbranche, für nur 10 Prozent kommt die Branche auf keinen Fall infrage. Das zeigt sich auch im Ranking der Top-Arbeitgeber: Alle fünf Top-Arbeitgeber der Young Professionals kommen aus der Automobilbranche: BMW führt das Ranking vor Audi und der Bosch Gruppe an, gefolgt von Porsche und Daimler/Mercedes-Benz.

Die Branche ist für Young Professionals fast aller Berufsgruppen überaus attraktiv. In der Berufsgruppe Wirtschaft liegt die Automobilindustrie auf Rang 1, bei Technikern und Informatikern jeweils auf Rang 2 der populärsten Branchen. Die Gründe: In keiner anderen Branche sind die Gehälter so hoch und die Mitarbeiter so treu und zufrieden mit ihrem Arbeitgeber wie in der Automobilbranche.

„Für die Young Professionals zählen die konkrete Arbeitssituation und die Zusatzleistungen, die ihnen ihr Arbeitgeber bietet, mehr als das Ansehen der Branche nach außen“, so Holger Koch. Wenig attraktiv für Young Professionals sind hingegen die Branchen Medien und Werbung sowie Banken und Versicherungen.

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