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Hannover Messe 2017 WAGO steigert Umsatz auf 766 Millionen Euro

| Redakteur: Kristin Rinortner

Die Wago-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Plus von 6,4 Prozent abgeschlossen und prognostiziert auch für 2017 weiteres Wachstum. Der Investitionsschwerpunkt liegt nach wie vor auf den deutschen Standorten.

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Umsatzplus 2016 bei WAGO: Geschäftsleitung (v.l.n.r.) Christian Sallach (Chief Marketing Officer), Jürgen Schäfer (Chief Sales Officer), Kathrin Pogrzeba (Chief Human Resources Officer), Sven Hohorst (Chief Executive Officer), Ulrich Bohling (Chief Operating Officer) und Axel Börner (Chief Financial Officer).
Umsatzplus 2016 bei WAGO: Geschäftsleitung (v.l.n.r.) Christian Sallach (Chief Marketing Officer), Jürgen Schäfer (Chief Sales Officer), Kathrin Pogrzeba (Chief Human Resources Officer), Sven Hohorst (Chief Executive Officer), Ulrich Bohling (Chief Operating Officer) und Axel Börner (Chief Financial Officer).
(Bild: Foto 2014 von www.ChristianSchwier.de / Wago )

Die WAGO-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 ihren Umsatz um 6,4% auf 766 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 720 Mio. Euro.) „Auch in diesem Jahr war der europäische Markt ein besonderer Wachstumstreiber, während die BRIC-Staaten eine eher untergeordnete Rolle spielten“, erklärt Chief Sales Officer Jürgen Schäfer auf der Hannover Messe. Er erwartet auch für das aktuelle Geschäftsjahr ein weiteres Wachstum und blickt optimistisch in das Jahr 2017.

In Deutschland lag der Umsatzanteil des Anbieters von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik bei 29%. Das übrige Europa erreichte einen Umsatzanteil von 40%. In Asien wurden 18% des Umsatzes generiert, in Americas 13%. Zum Jahresende waren mehr als 7500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen tätig – etwa 300 mehr als im Vorjahr. Über 3500 von ihnen sind in Deutschland beschäftigt, davon mehr als 2300 am Stammsitz in Minden/Westfalen und über 1000 in Sondershausen/Thüringen. Darunter sind 209 Auszubildende und duale Studierende in Minden und 59 in Sondershausen.

Investitionen von rund 100 Mio. Euro auch in diesem Jahr geplant

Das Unternehmen hat im vergangen Jahr fast 100 Mio. Euro investiert – und wird dieses Volumen auch in diesem Jahr halten. Rund 70% der Gesamtinvestitionen wurden in Deutschland getätigt. „Unser Investitionsschwerpunkt liegt wie bisher klar auf unseren deutschen Standorten“, so Geschäftsführer Sven Hohorst. „Wir setzen auf effiziente Prozesse und eine High-Tech-Fertigung mit intelligenten Maschinen und Anlagen, um weiteres Wachstum zu erreichen.“ Darüber hinaus wurde im vergangenen Jahr mit dem SAP-Rollout in internationalen Gesellschaften weiter in die IT-Infrastruktur investiert. Das Projekt wurde 2015 in Deutschland gestartet.

Bild 1: Das Foyer des Mindener Communication Centers von Wago.
Bild 1: Das Foyer des Mindener Communication Centers von Wago.
(Bild: Wago )

„Ein großer Teil der Investitionen ist außerdem in die Fertigstellung unserer deutschen Bauprojekte in Minden und Sondershausen geflossen, die in diesem Jahr erfolgreich in Betrieb genommen wurden“, erklärt Hohorst. Das Kunden- und Schulungszentrum „Communication Center“ am Mindener Stammsitz ist seit seiner Eröffnung nahezu ausgebucht.

Vom internationalen Vertriebsmeeting mit fast 400 Teilnehmern über festliche Veranstaltungen wie die WAGO-Stiftung mit hauseigenem Catering bis hin zu zahlreichen Kunden-Events und Workshops: Der Neubau an der Hansastraße bietet für alles den richtigen Rahmen und zählt mehrere hundert Besucher im Monat. „Unser Anspruch, einen Meilenstein für die gesamte Unternehmensgruppe zu setzen, hat sich erfüllt. Die hohe Auslastung im vergangenen Jahr und die Vielzahl – auch an internationalen Anfragen – zeigen, dass das Communication Center als neuer kommunikativer Mittelpunkt von der gesamten Belegschaft positiv wahrgenommen wird“, so Hohorst.

Das Logistikzentrum im thüringischen Sondershausen ist internationaler Drehpunkt für das gesamte Unternehmen. Im vergangenen Jahr wurde die im Jahr 2014 begonnene Erweiterung erfolgreich fertiggestellt. Hochmoderne, ergonomisch optimierte Arbeitsplätze, eine vollautomatische Lieferschein-Erstellung und Karton-Etikettierung sowie neueste Software sorgen für größere Kapazitäten und effiziente Prozesse.

Konsequente Internationalisierung

Das Mindener Unternehmen investiert darüber hinaus aktuell in seine Standorte in Polen und Brasilien. In Wróblowice – unweit des polnischen Werks in Breslau – entstehen neue Produktionshallen und Bürogebäude. Mit der Neuinvestition schafft man zusätzliche Kapazitäten für weiteres Wachstum und Arbeitsplätze für rund 200 Mitarbeiter. In Brasilien wurde die Niederlassung durch einen im März fertiggestellten Neubau erweitert und hat damit ihre Fläche verdreifacht.

Der Verbindungstechnik-Spezialist setzte bereits in den 1970er Jahren auf eine internationale Kundennähe und hat diese Strategie konsequent weiter verfolgt. So feiert mit dem Schweizer Produktionsstandort bereits die zweite Tochter des Unternehmens in diesem Jahr ihr 40-Jähriges Jubiläum; die Niederlassung in der Tschechischen Republik wird in diesem Jahr 25, die Töchter in Polen und China 20 Jahre alt.

In China wurde außerdem in diesem Jahr das Vertriebsnetz mit der Eröffnung eines Standortes in Nanjing auf neun Vertriebsbüros erweitert. „So werden wir unserem Ziel einer optimalen Kundennähe noch besser gerecht. Darüber hinaus partizipieren wir weiter an der dynamischen Entwicklung Chinas, welches für WAGO zu den wichtigsten Märkten gehört“, betont Schäfer.

In Minden produziert das Unternehmen seit 1951 und in Sondershausen seit 1990. Weitere Produktionsstätten befinden sich seit 1977 im schweizerischen Domdidier, seit 1979 in Germantown, Milwaukee (USA), seit 1995 in Delhi (Indien) und seit 1997 sowohl in Tianjin (Volksrepublik China) als auch in Wroclaw (Polen). Das Unternehmen verfügt über 28 Tochtergesellschaften und ein eigenes Vertriebsnetz in 31 Ländern. Hinzu kommen Landesvertretungen in weiteren 50 Ländern.

Erneut für Arbeitgeberattraktivität ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr wurden die Mindener wieder für ihre vorbildlichen Leistungen als Arbeitgeber geehrt. Das Nachrichtenmagazin Focus kürte WAGO bereits zum 5. Mal in Folge zu einem von Deutschlands besten Arbeitgebern, die Auszeichnung „Top Arbeitgeber Ingenieure Deutschland“ des Top Employers Institute bekam WAGO zum dritten Mal.

Bei der Zertifizierung „Ausgezeichneter Arbeitgeber“ des TÜV Rheinland, die das Unternehmen 2017 ebenfalls zum dritten Mal erhielt, wurden in diesem Jahr außerdem die Leistungen für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld geprüft und mit dem Prüfsiegel und dem Zusatz „Elternfreundlich“ ausgezeichnet. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein fester Bestandteil unserer Personalarbeit“, betont Hohorst, „deshalb war es uns wichtig, unsere Aktivitäten auf diesem Gebiet extern auf den Prüfstand zu stellen.“

„Industrie 4.0 Innovation Award‟

Mit „DIMA – Dezentrale Intelligenz für modulare Anlagen“ hat der Verbindungstechnik- und Automatisierungsspezialist ein Konzept entwickelt, das wandlungsfähige Produktionssysteme im Sinne von Industrie 4.0 möglich macht. Für diesen revolutionären Ansatz wurde das Unternehmen nun mit dem erstmalig verliehenen „Industrie 4.0 Innovation Award“ des VDE-Verlags in Zusammenarbeit mit dem ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.) geehrt. //KR

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