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Kunststoffschläuche Wärmeschrumpfschlauch nach Maß für viele Anwendungen

| Redakteur: Kristin Rinortner

Schrumpfschläuche werden in vielen Anwendungen benötigt. Varianten aus chemikalienbeständigen, abriebfesten Fluorelastomeren eignen sich für härteste Einsatzbedingungen.

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Wärmeschrumpfschläuche: Schrumpfschläuche von SHRINkal fassen Kabel zusammen, dichten ab, markieren dauerhaft, stabilisieren u.v.m.
Wärmeschrumpfschläuche: Schrumpfschläuche von SHRINkal fassen Kabel zusammen, dichten ab, markieren dauerhaft, stabilisieren u.v.m.
(Bild: Kaltenbach Elektrotechnik / Copyright:STEFFENMUELLERFOTOGRAFIE)

Wärmeschrumpfschläuche sind heute eine unverzichtbare Komponente in der Elektrotechnik. Neben der klassischen Isolierung von Lötverbindungen oder Kabelschuhanschlüssen leisten die anpassungsfähigen Kunststoffschläuche auch gute Dienste bei der Zusammenfassung von Einzeldrähten, stabilisieren Akkupacks und erlauben den wasserdichten Abschluss von Muffen und Kabelübergängen.

Breite Palette unterschiedlicher Schrumpfschläuche

Schrumpfschläuche unterscheidet man nach Wanddicke, Durchmesser sowie nach Schrumpfverhältnis. Gängige Schrumpfverhältnisse sind 2:1, 3:1, 4:1 und 6:1. Bei der Wandstärke unterteilt man in dünn-, mittel- und dickwandig, mit/ohne Innenkleber.

Kaltenbach Elektrotechnik bietet für die oben genannten Anwendungen eine breite Palette unterschiedlicher Schrumpfschlauchausführungen und -längen für praktisch jede Aufgabe auch bei anspruchsvollen Konturen an. Die Schrumpfschlauchausführungen reichen vom einfachen PVC-Schlauch mit Schrumpfraten von 2:1 bis 4:1 über klebstoffbeschichtete Varianten für wasserdichte Anschlüsse oder Bauteilumhüllungen bis hin zu hochtemperaturfesten und mechanisch widerstandsfähigen Varianten (Aufmacherbild).

Je nach Material sind die Schrumpfschläuche in den Durchmessern 1,2 bis 101 mm bzw. 1,5 bis 40 mm (vor Schrumpf) in den Längen große Spule, mittlere Spule sowie als Kleinmenge im Abrollkarton verfügbar. Auch Abschnitte von 1,22 bzw. 0,6 m sowie Ringabschnitte auf Maß sind möglich.

Die Materialpalette umfasst alterungs- und wetterbeständiges thermoplastisches Polymer, sogenanntes Weich-PVC (Polyvinylchlorid), das eine Schrumpftemperatur (ST) über 120°C und Einsatztemperaturen (ET) von –20 bis 90°C bietet. Die Durchschlagsspannung (DS) von PVC beträgt 20 kV/mm.

Bild 1: Umfangreiche, schlauchspezifische Details sind im ausführlichen Produktkatalog aufgeführt.
Bild 1: Umfangreiche, schlauchspezifische Details sind im ausführlichen Produktkatalog aufgeführt.
(Bild: Kaltenbach Elektrotechnik)

Das sehr flexible und gut bedruckbare Polyolefin (ein teilkristalliner Thermoplast) offeriert eine Schrumpftemperatur von 80 bis 100°C, eine Einsatztemperatur von –55 bis 135°C und eine Durchschlagspannung zwischen 20 und 25 kV/mm.

Kunststoffe für raue Bedingungen: Kynar und Viton

Für rauere Bedingungen eignet sich der chemikalienbeständige und abriebfeste Fluorkunststoff Polyvinylidenfluorid (PVDF, Markenname Kynar). Er wird beispielsweise für höhere Einsatztemperaturen im Bereich von –55 bis 175°C verwendet. Der Fluorkunststoff PVDF bietet eine Schrumpftemperatur über 175°C und eine Durchschlagsspannung von 30 kV/mm.

Noch widerstandsfähiger ist das extrem temperatur- und chemikalienbeständige, aber auch kostenintensivere Fluorelastomer Viton (Warenbezeichnung von DuPont) für Einsätze in Motorräumen von Nutzfahrzeugen, der Wehrtechnik oder in Flugzeugtriebwerken mit einer Schrumpftemperatur von 175 °C, einer Einsatztemperatur von –55 bis 220 °C und einer Durchschlagsspannung von 10kV/mm. Die Polyolefinvariante ist auch als klebstoffbeschichtete Ausführung erhältlich.

Allen Schläuchen ist gemeinsam, dass die besten Ergebnisse mit der 80:20-Regel erzielt werden, d.h., der Schlauch sollte um mindestens 20% und maximal 80% geschrumpft werden.

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