Xenith VW und Stanford bauen ultraeffizientes Solarauto

Redakteur: Peter Koller

Mit einem ultraeffizienten Solarauto will ein Studententeam der Stanford Univeristy im Oktober die World Solar Challenge gewinnen. VW ist ein Hauptsponsor des Projekts.

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Mit dem Solarauto Xenith wollen Studenten der Standford University die World Solar Challenge gewinnen (Alle Fotos: Stanford University)
Mit dem Solarauto Xenith wollen Studenten der Standford University die World Solar Challenge gewinnen (Alle Fotos: Stanford University)

Xenith heißt das Solarfahrzeug, das ein Team aus etwa 30 Studenten im Volkswagen Automotive Innovation Lab der Stanford University entwickelt und gebaut hat. Geht es nach seinen Erfindern, soll Xenith im Oktober die 3000-Kilometer-Strecke zwischen den australischen Städten Darwin und Adelaide in Rekordzeit zurücklegen.

Dafür haben die Studenten rund um den Teamleiter Nathan Hall-Snyder tief in die Ingenieurs-Trickkiste gegriffen. So soll der eigens für den Antrieb konstruierte Elektromotor eine Effizienz von 98 Prozent besitzen.

Ausgangspunkt der Konstruktion war eine auf geringsten Luftwiderstand hin optimierte Karosserie aus aus Kohlefaser, Titan und Aluminium, um die alle anderen Komponenten herumgebaut wurden.

Zum Beispiel das Steuersystem, bei dem das Vorderrad vom Fahrer kontrolliert wird und ein Computer die beiden Hinterräder entsprechend mitlenkt.

Die Krönung des Ganzen sind allerdings die hocheffizienten Silizium-Solarzellen – oder besser gesagt, deren "Verpackung". Normalerweise werden Solarzellen zum Schutz vor Umwelteinflüssen etwa in Polymer-Umhüllungen eingebettet. Das kostet aber einiges an Energieeffizienz.

Nach langen Experimenten fanden die Studenten aber ein extrem dünnes und gleichzeitig flexibles Glas, das das Absorptionsspektrum der Solarezellen nahezu unbeeinflusst lässt. "Es ist, als ob die Solarzellen direkt der Sonne ausgesetz wären", freut sich Materialspezialist Paul Chen.

So ausgestattet bringt es das lediglich 170 Kilogramm schwere Gefährt auf ein Tempo von knapp 90 km/h. Die Konstruktion von Xenith hat rund 500.000 US-$ gekostet und etwa 10.000 Arbeitsstunden verschlungen.

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