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Mobilfunk Vor 40 Jahren fand das erste Handy-Gespräch statt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Vor 40 Jahren führte Martin Cooper das erste Gespräch mit einem Handy. Bei dem Mobiltelefon handelte es sich um eine nach heutigen Maßstäben massive Kiste mit einem Gewicht von über einem Kilogramm und 25 cm Länge, dessen Akku gerade einmal 20 Minuten durchhielt.

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Martin Cooper mit einem DynaTAC-Prototypen von 1973 auf der Computex 2007
Martin Cooper mit einem DynaTAC-Prototypen von 1973 auf der Computex 2007
(Bild: Rico Shen/Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license)

Motorolas Vice President John Mitchell hatte Martin Cooper mit der Entwicklung eines ersten Handheld-Mobiltelefons beauftragt. Das weltweit erste Gespräch mit dem von ihm entwickelten Prototypen führte Cooper am 3. April 1973 bei einem Spaziergang auf der Sixth Avenue in New York City. Gesprächspartner war sein Rivale Joel Engel, der als Entwicklungschef der Bell Labs ebenfalls ein tragbares Mobiltelefon entwickeln sollte.

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Bis zur Markteinführung verstrichen zehn Jahre

Die Markteinführung war zwar für 1976 geplant, aber die Entwicklung verzögerte sich. Motorola investierte insgesamt 100 Mio. US-$ in das Projekt. Das DynaTAC 8000X erhielt am 21. September 1983 seine FCC-Zulassung. Es hatte 20 überdimensionale Druckknöpfe, eine Gummiantenne und erlaubte eine Sprechzeit von 30 Minuten – dann musste es wieder für zehn Stunden ans Ladegerät. Mororola-Werbung von 1984:

Motorola läutete den Beginn des Handy-Zeitalters ein

Trotz des damals gigantischen Preises von fast 4000 US-$ und seines Spitznamens „Backstein“ war das DynaTAC enorm erfolgreich: Motorola verkaufte innerhalb des ersten Jahres bereits 12.000 Stück und läutete damit das Handy-Zeitalter ein. Der erste verfügbare Tarif kostete übrigens 50 US-$ Grundgebühr pro Monat und 40 Cent pro Minute in der Haupt- sowie 24 Cent pro Minute in der Nebenzeit.

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