Angemerkt Vom Weltraum und der Freiheit der Wissenschaft

Krieg und Wissenschaft - geht das zusammen? Auf der ISS leben und arbeiten unterschiedliche Nationen und sind aufeinander angewiesen. Wissenschaftliche Arbeit muss weiter gehen! Gerade die ISS darf sich nicht von einem Despoten aufhalten lassen.

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Auf der Raumstation ISS arbeiten NASA, ESA und auch die russische Roskosmos zusammen. In Zeiten des Krieges nicht ungefährlich.
Auf der Raumstation ISS arbeiten NASA, ESA und auch die russische Roskosmos zusammen. In Zeiten des Krieges nicht ungefährlich.
(Bild: NASA-Imagery / Pixabay )

Viele Völker, ein Ziel: den Weltraum erobern und die Menschheit voranbringen. Das geschieht in erster Linie über Forschung. Mit bemannter und unbemannter Raumfahrt und unzähligen Experimenten. Je komplexer ein Experiment, desto vorteilhafter ist die Zusammenarbeit. Gleiches trifft auch auf die Raumstation ISS zu. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, Roskosmos und der ESA. Damit ist die ISS gleichzeitig auch ein Sinnbild für die friedliche Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Astronauten aus den USA, Russland und Europa.

Einen Wendepunkt erlebte die friedliche Raumforschung mit dem 24. Februar 2022: der Beginn des Ukraine-Krieges durch Russland. Die russische Seite hatte schnell gedroht, die ISS abstürzen zu lassen. Eine unmenschliche Ankündigung, sind doch alle Wissenschaftler aufeinander angewiesen und teilen sich ihre wissenschaftlichen Arbeiten bei dieser Mission. Wissenschaft verlangt ein professionelles Verhalten. Sicher, die politischen Rahmenbedingungen kann man nicht ausblenden.

Doch ist es meiner Meinung nach gerade jetzt wichtig, mit der ISS und ihren beteiligten Wissenschaftlern ein Zeichen zu setzen. Die Forschungsmission jetzt aufzugeben, wäre ein falsches Signal. Ihr erzwungenes Ende wirft nicht nur die Raumfahrt zurück. Deshalb ist es positiv, wenn die russische Raumfahrtagentur Roskosmos weiter mit NASA und ESA zusammenarbeiten will. Doch das Schreckensszenario eines Absturzes der ISS bleibt. Die Forschung auf der ISS erfordert nicht nur ein Netzwerk aus brillanten Wissenschaftlern auf ihren jeweiligen Gebieten, sondern ist zudem auch teuer. Eine Abspaltung oder gar Zerstörung der ISS wäre also nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht ein fataler Schritt.

Leider ist bereits das europäisch-russische Weltraum-Projekt „Exomars“ in weite Ferne gerückt. Doch die wissenschaftliche Arbeit muss weitergehen und darf sich nicht von einen Despoten aufhalten lassen!

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