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Wireless-Lösungen Vom Nutzen der lizenzfreien Prozessdatenübertragung mit dem 869-MHz- und 2,4-GHz-Standard

| Redakteur: Gerd Kucera

Wer seine Prozessdaten per Funk übertragen will muss elementare Zusammenhänge kennen und Grundregeln beachten. Welches Knowhow man dazu braucht, zeigt der Beitrag.

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Einfache Aufgaben der Telemetrie und das Überwachen und Steuern von Automationssystemen über große Distanzen zählen zu den fassettenreichen Anwendungen der kabellosen Datenübertragung. Entsprechende Wireless-Systeme lassen sich sowohl für den unidirektionalen als auch bidirektionalen Datenfunk nutzen. Außerdem gibt es die Wahl zwischen verschiedenen Sendefrequenzen in lizenzfreien oder lizenzpflichtigen Bändern.

Der lizenzfreie Standard liegt in Deutschland bei 869 MHz (Radiofunk/ISM-Band) und 2,4 GHz (WLAN). Eine solche drahtlose Datenübertragung bietet sich immer dann an, wenn eine Vernetzung von Maschinen und Steuerungssystemen mit Kabeln zu material- und kostenaufwändig ist. Beispiele sind weitläufige Industriegelände oder kommunale Aufgaben in der Wasserwirtschaft. Hierzu offeriert Wachendorff Prozesstechnik ein breites Produktspektrum für die drahtlose Übertragung von Steuerungs- und Prozessdaten. Darunter sind auch Wireless-Plug-and-Play-Systeme, WLAN-Geräte sowie entsprechendes Zubehör zu finden.

Viele Vorteile der Funktechnik gegenüber Kabellösung

Für den Anwender entscheidend ist es, das nach der Auswahl der Katalogprodukte die Komponenten schnell installiert sind und problemlos funktionieren. Bei Wegstrecken von mehr als 50 m sind Wireless-Systeme meist kostengünstiger als kabelgebundene Lösungen. Die Topologie eines Geländes (Gebäude, Straßen oder sogar Flüsse) stellt für die Funkübertragung kein wirkliches Hindernis dar. Sie verkürzen lediglich die Reichweite, was bei der Auslegung des Systems entsprechend berücksichtigt werden kann.

Im freien Feld (also mit Sichtverbindung) können Funksender und -empfänger Entfernungen bis zu 40 km überbrücken. Wenn nötig, lassen sich Signalverstärker (Repeater) einbauen. Vorteilhaft ist die kabellose Datenübertragung auch beim Einsatz auf beweglichem Gerät wie Kränen, Förderbändern, fahrerlosen Transportsystemen oder Wanderbaustellen.

Ein weiterer großer Vorzug der Wireless-Technologie ist ihre Flexibilität. Beim Einsatz von Kabeln ist deren Anzahl sowie die Adernzahl beschränkt. Ein Wireless-System kann dagegen mit geringem Aufwand auf- oder umgerüstet werden. In der Regel reicht eine Umparametrierung der Geräte mittels Software und ein Übertragen dieser Neuerungen auf das System, was selbstverständlich per Funk geschieht.

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