Meilensteine der Elektronik

Vom Gehäusehersteller zum Systemanbieter

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Quantensprung für mehr Wirtschaftlichkeit

So stellte Rittal als erster Großserienhersteller alle Schaltschrank-Kühlgeräte auf FCKW-freie Kältemittel um, noch bevor es der Gesetzgeber forderte. Es folgte die Einführung einer innovativen Nanobeschichtung für die Wärmetauscherlamellen von Kühlgeräten, die leistungsmindernde Staubablagerungen dauerhaft vermeiden. Unter dem Namen Blue e+ brachte Rittal 2015 eine komplett neue Kühlgerätegeneration auf den Markt – ein Quantensprung in der Wirtschaftlichkeit.

Um die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen, setzt die Firma erstmals auf ein innovatives, patentiertes Hybridverfahren. Neben der deutlich höheren Energieeffizienz von durchschnittlich 75% gegenüber bisherigen Kühllösungen punkten die Geräte auch bei Flexibilität, Sicherheit und Handling. Der Systemanbieter für Schaltschranktechnik unterstreicht damit erneut seinen Anspruch als Technologieführer für System-Klimatisierung.

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Daten, Software und Prozesse für Industrie 4.0

Auch bei der Diskussion um die Zukunft der industriellen Fertigung setzt das Familienunternehmen aus dem hessischen Herborn Maßstäbe. Gemeinsam mit seinem Schwesterunternehmen Eplan, einem führenden Software-Spezialisten für mechatronisches Engineering, investiert das Familienunternehmen immens in die Bereitstellung von hochwertigen Produktdaten, die eine zentrale Rolle bei Wertschöpfungsprozessen nach Industrie 4.0. spielen – und genauso wichtig sind wie das reale Produkt selbst.

„Daten sind für Maschinen-, Steuerungs- und Schaltanlagenbauer der Treibstoff für den Ingenieursalltag. Sie sind entscheidend für Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Inbetriebnahme“, erklärt Uwe Scharf, Geschäftsbereichsleiter Produktmanagement bei Rittal. So müssen Produktdaten in den unterschiedlichsten Formaten zur Verfügung stehen. Dazu gehören etwa Planungsdaten für M-CAD- und E-CAD-Systeme, aber auch kaufmännische Daten, die für Einkauf und Logistik von großer Bedeutung sind.

Entscheidend ist eine möglichst hohe Durchgängigkeit der Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Nur so ist es möglich, die Daten für alle Schritte nahtlos zu verwenden. So bietet Rittal gemeinsam mit den Schwesterunternehmen Cideon und Eplan heute zukunftsweisende Lösungen für integrierte Wertschöpfungsketten im Steuerungs- und Schaltanlagenbau. Im Fokus stehen durchgängige Engineering-Tools, standardisierte Systemtechnik sowie automatisierte Bearbeitungsmaschinen, die einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Wertschöpfungsketten zukünftig noch effizienter zu realisieren.

Mit dem neuen Geschäftsbereich Rittal Automation Systems erweitert das Unternehmen seit 2015 sein umfangreiches Lösungsprogramm für den Steuerungs- und Schaltanlagenbau. Damit steht ein umfassendes Ausrüstungsprogramm für den professionellen Werkstatt-Betrieb zur Verfügung – von manuellen Werkzeugen bis zur vollautomatisierten Maschinentechnik.

Investition am Standort Deutschland

Neben der permanenten Weiterentwicklung des Produktportfolios investieren die Herborner als größtes Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group in den nächsten Jahren im großen Stil am Produktionsstandort in Haiger, Hessen. Bis 2018 soll dort das weltweit modernste Produktionswerk für Kompaktgehäuse entstehen und die Edelstahl- und Schwarzblechproduktion auf neuen Maschinen starten.

Vor 55 Jahren wurden die ersten Kompaktgehäuse in Rittershausen produziert und galten als die Innovation schlechthin. Jetzt soll die Erfolgsgeschichte von Haiger aus fortgeschrieben werden – mit Industrie-4.0-Strukturen als Basis für hocheffiziente Produktions-, Logistik- und Kommunikationsprozesse. Mit der Großinvestition in den neuen Produktionsverbund bekennt sich Rittal klar zum Standort Deutschland – und zur Region: „Das ist die größte Investition in der Unternehmensgeschichte“, so Dr. Friedhelm Loh, Vorstandsvorsitzender und Inhaber der Friedhelm Loh Group, zu der auch die Firmen Stahlo und LKH gehören.

Die Friedhelm Loh Group ist mit 18 Produktionsstätten und 78 Tochtergesellschaften international erfolgreich. Sie beschäftigt über 11 500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Zum achten Mal in Folge wurde das Familienunternehmen 2016 als Top Arbeitgeber Deutschland ausgezeichnet.

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