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Hybrid-Antriebe Volvo-Hybrid-Lkw stellt neuen Geschwindigkeits-Weltrekord auf

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Mean Green, der schnellste Hybrid-Lkw der Welt, hat auf dem Flugplatz Wendover in Utah, USA, zwei neue Geschwindigkeits-Weltrekorde aufgestellt: ein Kilometer mit stehendem Start (Zweidrittel-Meile) – ein Rekord, der bereits von dem Hybrid-Lkw gehalten wurde – und der Kilometer mit fliegendem Start.

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Mean Green, der schnellste Hybrid-Lkw der Welt, hat auf dem Flugplatz Wendover in Utah, USA, zwei neue Geschwindigkeits-Weltrekorde aufgestellt
Mean Green, der schnellste Hybrid-Lkw der Welt, hat auf dem Flugplatz Wendover in Utah, USA, zwei neue Geschwindigkeits-Weltrekorde aufgestellt
(Bild: Bild: Volvo)

Die vorläufigen Ergebnisse sind: Ein Kilometer mit stehendem Start: 153,252 km/h (bisheriger Rekord: 152,253 km/h) sowie ein Kilometer mit fliegendem Start: 236,577 km/h (bisheriger Rekord: 218,780 km/h).

Rekordtruck mit 2100 PS und 6800 Nm Drehmoment

Insgesamt bringt Mean Green gewaltige 1566 kW (2100 PS) und ein Drehmoment von fast 6800 Nm auf die Straße – davon stammen 149 kW (200 PS) und 1200 Nm Drehmoment vom Elektromotor.

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Rekordfahrt mit aerodynamischem Fahrerhaus

Die Aerodynamik spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, wenn solche Höchstgeschwindigkeiten erreicht werden sollen. Deshalb entschieden sich die Volvo Designer für das besonders aerodynamische Hauben-Fahrerhaus eines nordamerikanischen Volvo VN.

Hochgetunter Motor

Beim Bau des Mean Green passten die Hybridtechnologie-Experten von Volvo den Hybrid-Antriebsstrang an die Chassis-Anforderungen eines für Geschwindigkeitsrekorde konzipierten Weltklasse-Lkw an. Die Ingenieure verpassten Mean Green darüber hinaus einen hochgetunten Volvo D16-Motor und eine modifizierte Version des automatisierten I-Shift-Getriebes, das mit dem Elektromotor des Hybridantriebs zusammenarbeitet.

Blitzartiger Schub vom Start weg

„Das Ergebnis ist ein blitzartiger Schub vom Start weg, ohne die beim Dieselmotor übliche Verzögerung", verriet Boije Ovebrink, der Eigentümer und Fahrer von Mean Green. „Es ist wie ein Champagnerkorken, allerdings ohne Knalleffekt. In den ersten Sekunden ist vom Lkw lediglich ein leises Pfeifen zu vernehmen. Dann entfaltet der Dieselmotor, der mit einem nachwachsenden Kraftstoff betrieben wird, seine explosive Kraft."

Die richtigen Reifen sind wichtig

Von besonderer Bedeutung für die Rekordfahrten war, dass die Reifen in der Lage waren, enorme Kräfte auf den Boden zu übertragen. Die Goodyear- Ingenieure arbeiteten deshalb bei diesem Projekt und den dafür entwickelten Reifen eng mit Volvo zusammen. Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in vier Sekunden ist für einen Pkw schon beeindruckend. Bei einem sechs Tonnen schweren Lkw ist sie jedoch außergewöhnlich. Exakt diese Zeit schaffte auch Boije Overbrink bei den Weltrekordfahrten auf den Goodyear-Reifen. Die "Weltrekordreifen" sind handgefertigt und basieren auf den Karkassen des Goodyear Marathon LHD in 495/45 R 22.5. Diese eigentlich für den Langstreckeneinsatz konzipierten Karkassen sind in der Lage, das enorme Drehmoment und die gewaltigen Geschwindigkeiten des Mean Green auf die Straße zu bringen.

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