Veloce VirtuaLAB

Virtuelle Emulation beschleunigt Marktreife von Netzwerkprodukten

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Ethernet-Tests in ICE- versus VirtuaLAB-Umgebungen

Da virtuelle Emulationsumgebungen im Vergleich zur ICE relativ neu sind, folgt nun eine kurze Gegenüberstellung: ICE bietet die Möglichkeit, ein Design mit echtem Traffic zu testen. Da eine direkte Verbindung zwischen Tester und emuliertem DUT (Design under Test) aufgrund der sehr verschiedenen Geschwindigkeitsdomänen nicht möglich ist, muss ein Geschwindigkeitsadapter zwischen den beiden eingefügt werden. Dieser gleicht die schnelle Geschwindigkeit des Testers mit der relativ geringen Geschwindigkeit des emulierten DUT aus.

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Ein Design mit 128 Ports führt zu einer Konfiguration mit mehreren Ethernet-Testern und Dutzenden von Ethernet-Geschwindigkeitsadaptern mit vielen Kabeln. Abgesehen von der wirren Kabelanordnung, der möglicherweise unzuverlässigen Hardware und den Gesamtkosten enttäuscht am meisten, dass der gesamte Aufbau nur einen Anwender unterstützt, der sich in der Nähe des Emulationslabors befinden muss.

In einer typischen VirtuaLAB-Umgebung wird der SoC in den Veloce-Emulator geladen und der Emulator mit der Anwenderumgebung auf einer Workstation über eine oder mehrere Softwareverbindungen angebunden. Über diese Verbindungen kann der Ingenieur mit dem DUT auf dem Emulator interagierten. Im Falle von Ethernet läuft auf der Workstation der VirtuaLAB-Ethernet-Packet-Generator und -Monitor (EPGM), der den virtuellen Ethernet-Traffic generiert. Der EPGM erstellt die Tests und ermöglicht Transparenz, Analyse und Benutzerkontrolle über den Ethernet-Traffic.

Um Konfigurationen mit vielen Ports zu unterstützen, lassen sich verschiedene VirtuaLAB-Anwendungen mit Hilfe von mehreren Co-Modell-Kanälen über mehrere Workstations bündeln. HSL-Karten (High Speed Link) verbinden die Co-Modell-Kanäle mit dem Emulator. Dieser eng integrierte Übertragungsmechanismus ist für maximale Taktleistung ausgelegt und wird an die Testbench übertragen. Der Emulationsdurchsatz auf Datenebene steigt aufgrund der parallelen Laufzeit und Debug-Architektur linear mit der Anzahl der Ports. Der virtuelle Tester lässt sich zur Durchführung mehrerer Funktionen schnell per Fernzugriff rekonfigurieren und die Workstation ist ein stabiler und zuverlässiger Teil des Equipments, zu einem Bruchteil der Kosten eines komplexen Ethernet-Tester mit vergleichbarer Funktionalität.

Von entscheidender Bedeutung ist die simultane Unterstützung mehrerer Benutzer, insbesondere beim Backup eines großen Softwareentwicklungsteams. Dies ermöglicht eine Veloce-OS3-Enterprise-Server-Anwendung, die die Ressourcennutzung optimiert, Auftragswarteschlangen bietet und Prioritäten mittels einer Load-Sharing-Managementsoftware vergibt. Der Enterprise-Server erlaubt es den Anwendern, Aufträge von ihren Desktops an die Veloce-Emulations-Ressourcen weiterzuleiten, die in Rechenzentren irgendwo auf der Welt untergebracht sind. Er unterstützt die simultane Verwendung von Veloce über mehrere Projekte, Teams, Benutzer und Anwendungsmodi. Und der Server findet heraus, wem er ein einzelnes oder mehrere Projekte am besten zuweist, um die effizienteste Nutzung der Veloce-Ressourcen zu gewährleisten. Das Resultat ist eine hocheffiziente rechenzentrumsfreundliche Emulationskapazität mit weltweitem 24/7-Zugriff.

Im Vergleich zur ICE bietet die VirtuaLAB-Ethernet-Lösung erhebliche Vorteile:

  • Da das System keine fehleranfällige externe Hardware und Verkabelung benötigt verbessert es die Zuverlässigkeit.
  • Die Produktivität steigt durch Nutzung einer effizienten Multi-User-Umgebung und der Möglichkeit, VirtuaLAB-Modelle per Fernzugriff zu rekonfigurieren, da lediglich die Kompilierungsparameter anstatt ein Gewirr von externen Hardwaregehäusen und Kabeln ausgetauscht werden.
  • Durch Einsatz einer zuverlässigen, kostengünstigen Workstation zur Ausführung der Softwaremodelle statt der Verwendung von Hardware mit teuren Testern reduziert VirtuaLAB die Gesamtkosten.
  • Der ROI wird verbessert, da sich der Emulator in einem Rechenzentrum befindet, wo ihn weltweit rund um die Uhr mehrere Teams nutzen können, genau so wie bei einer Serverfarm.
  • Die Qualität der Ergebnisse wird aufgewertet, da softwarebasierte Lösungen mehr Transparenz beim Debuggen bieten und weil Designer Zugriff auf Softwareprotokollprüfung und Analysatoren haben, die in physikalischen Umgebungen nur schwer zu verwenden sind.

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