Mess- und Prüfanwendungen VIP-Kongress steht im Zeichen einer offenen Plattform

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Setzen Entwickler auf eine offene Plattform aus Hard- und Software, so können sie schneller auf Entwicklungen reagieren. Der Plattformgedanke geht sogar noch weiter und vernetzt eine ganze Communitiy.

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Offene Plattform: Daniel Riedelbauch (NI), Rahman Jamal (NI) und Niels Koch (Audi) waren sich einig, dass mit dem Plattformgedanken und zusammen mit Partnern schneller auf Entwicklungen reagiert werden kann. (v.l.n.r.)
Offene Plattform: Daniel Riedelbauch (NI), Rahman Jamal (NI) und Niels Koch (Audi) waren sich einig, dass mit dem Plattformgedanken und zusammen mit Partnern schneller auf Entwicklungen reagiert werden kann. (v.l.n.r.)
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Am 26. Oktober startete National Instruments seinen 21. VIP-Kongress „Virtuelle Instrumente in der Praxis“ in Fürstenfeldbruck bei München. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Michael Dams, Director Sales Central and Eastern Europe bei NI. Doch dieses Mal war es etwas anders: Dams hat sich von seiner Position verabschiedet und wird sich künftig um die NI-Partner kümmern. An seiner Stelle wird Georg Plasswilm rücken.

In der anschließenden Keynote von Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei NI, ging es um das Motto „Neue Wege bei Mess- und Prüfanwendungen dank einer Plattform und eines Ökosystems“. Die Digitalisierung führt unweigerlich zu Umwälzungen. Das Schlagwort ist Disruption. Dabei sei der englische Begriff für „Störung“ nicht negativ zu sehen. Nach den Worten von Jamal entsteht Neues, neue Entwicklungen kommen auf den Markt.

Neue Entwicklungen müssen getestet werden. Dazu helfen nach Meinung von Rahman Jamal offene Plattformen, bei denen Kunden ihre Entwicklungen anpassen können. Solch eine offene Testlösung wurde auf während der Keynote ebenfalls präsentiert: Der VST der 2. Generation. Einen ausführlichen Bericht zum VST lesen Sie hier.

Schneller auf Entwicklungen reagieren

In der Frage- und Antwortrunde nach der Keynote wurde der offene Plattformgedanke noch einmal aufgegriffen: Kunden können schneller auf Entwicklungen reagieren. Das zeigt das Beispiel 5G. Eine offene Systemplattform sollte ganz verschiedene Test- und Prüfaspekte abdecken. Denn die Entwickler wissen noch nicht, wohin der Weg einer Entwicklung gehen wird. Das unterstrich auch Niels Koch, Component Owner Radar Systems bei Audi: „Wir testen mit dem VST gründlich und umfassend. Außerdem konnten wir frühzeitig in der Designphase auftretende Probleme erkennen. Koch arbeitet mit seinem Team an Radarlösungen für das „Connected Car“.

Für einen Automobilhersteller wie Audi kommt es nicht auf die Plattform an, sondern auf das Ecosystem. Nach den Worten von Koch wird hier der Kampf stattfinden. Das Ecosystem spielt für National Instruments die tragende Rolle. Im Zentrum steht die Software: Der Plattform-Gedanke beginnt bei LabVIEW. Um die Software kommen die verschiedenen Hardwarebauteile. Vernetzt ist die Plattform durch die Anwender. Sie können sich bei NI untereinander austauschen und die jeweilige Software an ihre Entwicklungen anpassen.

So profitiert auch ein Autobauer wie Audi von der offenen Plattform. Jeder arbeitet auf seinem Gebiet und profitiert von der Expertise der beteiligten Partner.

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