Vier Teams kämpfen um den AMA Innovationspreis 2019

| Redakteur: Hendrik Härter

Der HoloPort ist ein interferometrischer Sensor für die Werkzeugmaschine. Die Entwicklung des Fraunhofer IPM aus Freiburg gehört zu den vier nominierten für den AMA-Innovationspreis 2019.
Der HoloPort ist ein interferometrischer Sensor für die Werkzeugmaschine. Die Entwicklung des Fraunhofer IPM aus Freiburg gehört zu den vier nominierten für den AMA-Innovationspreis 2019. (Bild: Fraunhofer IPM)

Von einem Interferometer für Werkzeugmaschinen bis zu einem Analysegerät für kleine Brauereien: Aus 38 Teams wurden vier für den diesjährigen AMA-Innovationspreis nominiert. Wer den Preis gewinnt, wird auf der Eröffnungsveranstaltung der SENSOR + TEST 2019 in Nürnberg bekanntgegeben.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik nominiert jedes Jahr vier Entwicklungen für den renommierten AMA Innovationspreis 2019, der mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert ist. In diesem Jahr bewarben sich 38 Forscher- und Entwicklerteams aus dem In- und Ausland. Der oder die Gewinner werden am 25. Juni 2019 auf der Eröffnungsveranstaltung der Fachmesse SENSOR + TEST 2019 in Nürnberg bekanntgegeben.

HoloPort – Interferometer für die Werkzeugmaschine: Werkzeugmaschinen müssen mikro-metergenau produzieren – und stoßen dabei an ihre Grenzen. Mit HoloPort steht erstmals ein interferometrischer Sensor zur Verfügung, der direkt in der Werkzeugmaschine, in der Produktionsumgebung die Topographie von Bauteilen flächig und sub-mikrometergenau messen kann. Die Besonderheit: Der Sensor kann zwischen zwei Bearbeitungsschritten wie ein Werkzeug von der Spindel gegriffen werden und Oberflächendaten ohne neues Spannen berührungs- und kabellos erfassen. Die interferometrische Genauigkeit ermöglicht erstmals sogar die direkte Regelung der Werkzeugmaschine. Entwickelt wurde das Projekt vom Team um Seyler vom Fraunhofer IPM.

Plan B – Kompaktes Analysegerät für kleine Brauereien: Ein kompaktes Analysegerät für kleine Brauereien, den sogenannten Craft Brauereien, bietet zusammen mit einer Smartphone-App dem Braumeister mit einer nicht-invasiven Methode den Zucker- und Alkoholgehalt in Bier entlang des gesamten Brauprozesses zu bestimmen. Das Analysegerät hat Dr. Ronny Timmreck und sein Team von Senorics entwickelt. Dr. Timmreck gewann zudem den Sonderpreis „Junges Unternehmen“. Damit kann das Team sein Analysegerät kostenlos auf einem Messestand präsentieren.

XperYenZ faseroptischer Sensor für absolute Distanzmessung: Im XperYenZ-Fasersensor kombiniert der Hersteller Trinamix erstmals die Eigenschaften klassischer Fasersensoren mit einer präzisen Abstandsmessung. Bisherige Fasersensoren haben ausschließlich das Vorhandensein von Objekten detektiert. Der neu entwickelte XperYenZ-Fasersensor misst verschiedene Abstände exakt, robust und schnell – auch unter schwierigen Bedingungen wie bei Platzmangel, hohen Temperaturen, im Vakuum oder in starken elektromagnetischen Feldern. Somit lässt sich das System für komplett neue Anwendungen in der Prozesskontrolle und der datenbasierten Fertigung (Industrie 4.0) einsetzen. Entstanden ist der faseroptische Sensor vom Team um Dr. Celal Mohan Ögün von Trinamix.

Eingebetteter Kern für Maschinelles Lernen in einer Inertial-Einheit mit sechs Achsen: Um bei batteriebetriebenen IoT- und IIoT-Sensorknoten Strom zu sparen, muss der Hauptmikroprozessor die meiste Zeit im Leerlauf gehalten werden. Aus diesem Grund hat STMicro eine Inertial-Messeinheit mit einem eingebettetem Kern für Maschinelles Lernen entwickelt, der Datenanalyse, Klassifizierung und Kontexterkennung ohne externen Mikroprozessor ermöglicht. Der Hauptmikroprozessor kommt nur dann zum Einsatz, wenn bestimmte Datencluster erkannt werden. Damit spart die Inertial-Einheit ordentlich Energie ein: Das Team von STMirco geht von mehreren hundert Mikroampere aus.

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