HiFi-Operationsverstärker Verzerrungen gehören der Vergangenheit an

Redakteur: Kristin Rinortner

Displays erscheinen brillianter, sobald die Audioqualität besser ist; Handys verkaufen sich mit optimiertem Sound leichter. Deswegen eröffnen sich analogen Audio-ICs gerade im Videobereich

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Michael Polacek, National Semiconductor: „Unser Hi-Fi-Audioverstärker bietet die industrieweit besten Werte beim Klirrfaktor und Verzerrungen.“
Michael Polacek, National Semiconductor: „Unser Hi-Fi-Audioverstärker bietet die industrieweit besten Werte beim Klirrfaktor und Verzerrungen.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Displays erscheinen brillianter, sobald die Audioqualität besser ist; Handys verkaufen sich mit optimiertem Sound leichter. Deswegen eröffnen sich analogen Audio-ICs gerade im Videobereich zahlreiche Möglichkeiten. Allerdings sind die Qualitätsansprüche sehr hoch. Die Kunst besteht darin, bei minimaler Verzerrung eine hohe Signalintegrität zu liefern.

Audio-ICs müssen neben einem großen Arbeitsspannungsbereich und einer hohen Dynamik geringe Verzerrungen, minimales Rauschen, eine hohe Ausgangsleistung und kleine Anstiegsgeschwindigkeiten bieten. Deswegen bezeichnet Michael Polacek, Vice President und General Manager der Audio Division bei National Semiconductor diese Bausteine gerne als „arme Helden“. Das „Beste“ an Soundqualität hat das Unternehmen beim Dual-HiFi-Audio-Operationsverstärker LM4562 herausgeholt, der den vor kurzem vorgestellten Hochspannungs-Stereo-Treiber LM4702 ergänzt. Der THD+N-Wert (Gesamtklirrfaktor plus Verzerrungen) beträgt 0,00003 %. „Wir bieten damit den industrieweit besten Klirrfaktor“, konstatiert Polacek.

Der Verstärker eignet sich aufgrund der geringen Verzerrungen, dem geringen Rauschen, hoher Geschwindigkeit, des großen Versorgungsspannungsbereichs und hoher Treiberleistung für professionelle und anspruchsvolle Audio-Applikationen wie z.B. Audio/Video-Empfänger, Vorverstärker und Mischer sowie Bildverarbeitungs-Anwendungen in der Medizintechnik und industrielle Applikationen mit 34-V-Versorgungsspannung.

Das Design kombiniert einen schnellen Operationsverstärker mit einer Unity-Gain-Bandbreite von 6 MHz mit einem neuen, proprietären Stereo-Leistungsverstärker. Wichtige Daten des Operationsverstärkers sind die Eingangs-Rauschdichte von 2,7 nV?Hz bei 217 Hz, eine 1/f-Rausch-Eckfrequenz von 60 Hz sowie eine Ausgangsimpedanz von 600 ?. Die Anstiegsgeschwindigkeit liegt bei 20 V/µs und die Transitfrequenz bei 56 MHz. Der Operationsverstärker ist im Small Outline Plastic Package (SOIC), im Dual-inline-Gehäuse (DIP) und in Metallgehäusen mit acht Anschlüssen lieferbar. Single- und Quad-Versionen des Operationsverstärkers sollen ab Anfang 2007 hinzukommen.

Wichtige Eigenschaften und Vorteile

Der Audioverstärker ist bei Eins-Verstärkung über einen Versorgungsspannungsbereich von ±2,5 bis ±17 V stabil und unterstützt Ausgangsströme bis 45 mA. Im Versorgungsspannungsbereich halten die Eingangsschaltungen eine Gleichtakt- und Versorgungsspannungs-Unterdrückung von über 108 dB aufrecht. Der Eingangs-Bias-Strom beträgt 10 nA. Der Verstärker bietet einen uneingeschränkt audiotauglichen Dynamikbereich, der mit einer Ausgangsstufe maximiert wird. Der Ausgang kann an 2 k? bis auf 1 V, an 600 ? bis auf 1,5 V an die Versorgungsspannungen heran ausgesteuert werden.

Bei der Ansteuerung von Lastkapazitäten bis 100  pF bleiben dieses Werte erhalten. Eine integrierte Stummschaltfunktion unterdrückt alle beim Ein- und Ausschalten entstehenden Störgeräusche, schaltet den Verstärkerausgang in einen Ruhezustand und verringert damit die Verlustleistung. Überhitzungs- und Kurzschlussschutz ergänzen die Leistungsmerkmale.

Der Verstärker kostet 2,35 $; die DIP-Version 2,65 $ (jeweils ab 1 000 Stück). Die Ausführung mit Metallgehäuse ist zum Preis von 9,95 $ erhältlich (ab 100 Stück). Das Angebot wird durch RoHS-kompatible Versionen ergänzt.

National Semiconductor, Tel. +49(0)8141 351443

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