Lichttechnik auf der Light and Building Vernetztes Licht bei der Zumtobel-Gruppe

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Zumtobel wird auf der diesjährigen Light and Building seine aktuellen Entwicklungen aus der Beleuchtungstechnik präsentieren. Vertreten sein werden auch die Unternehmen, welche zur Zumtobel-Gruppe gehören. Wir schauen uns die einzelnen Lösungen an.

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Die Lichtmanagementlösung erlaubt nicht nur ein weltweites Monitoring rund um die Uhr, es bietet Mitarbeitern an ihrem Arbeitsplatz auch die Möglichkeit die Beleuchtung per PC oder per Smartphone über eine App, ganz einfach an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.
Die Lichtmanagementlösung erlaubt nicht nur ein weltweites Monitoring rund um die Uhr, es bietet Mitarbeitern an ihrem Arbeitsplatz auch die Möglichkeit die Beleuchtung per PC oder per Smartphone über eine App, ganz einfach an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.
(Bild: Tridonic)

Thorn Lighting wird auf der Messe verschieden Projektbeispiele zeigen. So zeigt das Unternehmen effiziente Straßenbeleuchtungen, die sich einfach spezifizieren, installieren und warten lassen. Am Beispiel einer Straßenbeleuchtung in Kopenhagen wird deutlich, wie Vernetzung, Information und eine Leuchte von Thorn kombiniert werden können. Die flexible Leuchte kann auch Komponenten von Partnern integrieren.

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Mit ForceLED kommt eine Industrie- und Parkplatzanwendung auf den Mark. Die Leuchte ist IK10 geschützt und verfügt über einen prismatischen Diffusor. Das Lichtmanagement erfolgt auf Funk, die Master-, Slave und Korridorfunktionen ermöglichen. Für das Büroumfeld steht das r2m Refurbishment Kit. Das Lichtsteuerungsset basiert auf der ready2mains-Technik von Tridonic. Mit dem Kit lassen sich bestehende Installationen ohne Lichtsteuerung 1:1 mit Omega LED, Omega Pro und Calice sowie Chalice Pro Leuchten austauschen.

Auch eine Büroleuchte zeigt das Unternehmen: Die MV-Tech-Leuchtenfamilie sorgt mit Prismen für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts. Dabei ist die LED nicht sichtbar.

Lichtmanagement über die Cloud: Das ist Thema bei Tridonic. Das System connecDIM besteht aus connecDIM Gateway und connecDIM Cloud und findet Einsatz in kleineren Anwendungen mit nur wenigen DALI-Geräten oder bei komplexen Lichtinstallationen in großen Gebäuden. Möglich ist weltweites Monitoring und die Möglichkeit, die Beleuchtung per PC oder Smartphone über eine App zu steuern. So lassen sich Lichtfarbe und Lichtstärke anpassen.

Die Lösung setzt dabei auf Standard-Hardware und Internet-Techniken. Das Gateway als Herzstück des Systems sammelt sämtliche Daten und Parameter der angeschlossenen DALI-Geräte und überträgt sie über TCP/IP in die zentrale connecDIM Cloud. Der Zugriff ist über Webbrowser von jedem PC oder Mac aus möglich, aber auch drahtlos über Tablets und Smartphones mit iOS oder Android. Für den drahtlosen Zugriff stehen anwendungsorientierte Apps zur Verfügung: connecDIM Lite überwacht und steuert die Leuchteninstallation innerhalb des Gebäudes oder der Liegenschaft über das hauseigene WLAN sowie connecDIM Architect für die Inbetriebnahme und Wartung der Anlage. Pro Gateway können vier DALI-Linien mit jeweils bis zu 256 DALI-Geräten angeschlossen werden.

Digitales Lichtmanagement

Mit ready2mains lassen sich Daten digital über die Netzleitung übertragen. Dimmbefehle sind ohne Neuverdrahtung möglich. Mit ready2mains genügt es, die installierten konventionellen Leuchten aus der Installation zu entfernen und stattdessen neue dimmbare LED-Leuchten einzubauen. Die zugehörigen Betriebsgeräte müssen mit der ready2mains-Funktion ausgerüstet sein. In allen LED-Treibern der Serien TALEXXdriver EXCITE und PREMIUM ist die digitale Schnittstelle bereits integriert.

Als Interface zwischen der Bedieneinheit und den Leuchten dient das ready2mains Gateway, welches die Dimmbefehle digital auf die Netzleitung überträgt und damit eine zuverlässige und robuste Datenübertragung sicherstellt. Zusätzliche Datenleitungen, wie bei DALI-/DSI- oder 1-10V-Systemen, sind nicht erforderlich. Bei Bedarf können auch mehrere Bedieneinheiten oder Gateways parallel eingesetzt werden. Die Gesamtanschlussleistung eines Gateways im Einbaugehäuse liegt bei 400 VA, so dass insgesamt bis zu 15 LED-Leuchten mit ready2mains-Funktion angeschlossen werden können. Dabei beträgt die maximale Leitungslänge 250 m.

Für die digitale Befehlsübertragung verwendet der Programmer einfache Phasenabschnitte. Auf diese Weise werden Konfigurationsbefehle übertragen, wie der benötigte Ausgangsstrom des LED-Treibers oder auch eine virtuelle Mitternachtsfunktion bei LED-Straßenleuchten. Der Strom lässt sich in 1-mA-Schritten konfigurieren, um exakt die gewünschte Beleuchtungsstärke zu erreichen. Bis zu fünf Treiber (max. 400 W) können parallel konfiguriert werden.

Der ready2mains Programmer arbeitet mit verschiedenen Protokollen, neben ready2mains auch mit DALI über die integrierte DALI/USB-Schnittstelle und für den Einsatz im Freien mit dem herstellerspezifischen Protokoll U6Me2. Bei Bedarf ist auch die manuelle Programmierung über die integrierte Tastatur möglich.

Die Schwestermarke acdc ist ein Designer und Premium-Anbieter von LED-Produktlösungen. Zu den Neuheiten gehört der Strahler Fusion, der 12.200 Lumen liefert. Daneben gibt es das Modell mit 2000, 4000 und 8000 Lumen. Alle Strahler der Serie sind einfarbig, mit Farbwechsel oder als dynamisches Weißlicht verfügbar.

Die Anbauleuchte aus der Blade-Familie ist ein Lichtbandsystem für den Einsatz im Freien mit 4800 Lumen/Meter. Der Treiber ist separat. Die Module liefern zwischen 1650 und 4800 Lumen. Zur Wahl stehen Längen von 315, 615, 915 und 1215 mm. Mehrere Farboptionen wie einfarbig, dynamisches Weißlicht, RGB, RGBA oder RGBW und unterschiedliche Abstrahlwinkel einschließlich einer linearen Version von 12 x 40° sind erhältlich.

Die Mutter Zumtobel wird auf der Messe dem Tagesverlauf folgend, die Themen Living, Büro, Industrie, Shop, Kunst und Kultur sowie Außenanwendungen zeigen. Im Living-Umfeld zeigt das Unternehmen sein Produktportfolio, die Beleuchtung in die Architektur zu integrieren. Auch im Büro steht der Mensch im Mittelpunkt. Licht passt sich den individuellen Bedürfnissen an.

Für die Industrie bietet Zumtobel den Sensor ATIVO: In Kombination mit einem Lichtmanagementsystem wird die optimale Beleuchtungsstärke bereitgestellt. Auch im Shop kommt es auf ein zielgruppenspezifisches Lichtkonzept an. Die Erkenntnisse der Laborstudie Limbic werden auf dem Stand präsentiert. Bei Kunst und Kultur kommt es auch ausgewählte Lichtwerkzeuge an, denn das Licht darf Kulturgüter nicht schädigen.

Neu für Zumtobel ist der Außenbereich: Wege, Plätze, Straßen und Fassaden lassen sich spezifisch ausleuchten.

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