Vernetzte Scheibenwischer liefern präzise Wetterdaten

| Redakteur: Hendrik Härter

Regnet es und wenn ja, wie stark? Das verrät der Zustand der Scheibenwischer. Werden die Daten vieler Autos ausgewertet, dann lässt sich das Wetter in einer Region recht präzise ermitteln.
Regnet es und wenn ja, wie stark? Das verrät der Zustand der Scheibenwischer. Werden die Daten vieler Autos ausgewertet, dann lässt sich das Wetter in einer Region recht präzise ermitteln. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Genauere Wetterdaten über den aktuellen Zustand vernetzter Scheibenwischer: Autobauer Toyota wertet Daten der Scheibenwischer aus. An oder aus – damit lässt sich nicht nur sagen, ob es regnet. Doch ganz so einfach ist es nicht.

Vernetzte Autos kommunizieren über Car2X nicht nur mit anderen Fahrzeugen, sondern auch mit der Infrastruktur am Rande der Straße. Um beispielsweise bei Regen die Scheibenwischer zu steuern, ermitteln Sensoren in der Frontscheibe, ob und wie intensiv der Niederschlag fällt. Doch es geht auch einfacher: Entwickler des japanischen Autobauers Toyota arbeiten an der Genauigkeit von Wettervorhersagen.

Für das Projekt hat sich der Autohersteller mit dem japanischen Unternehmen Weathernews zusammengeschlossen. Letzterer stellt den Nutzer über eine App Wetterberichte bereit. Doch oft sind die Wetterberichte nicht sehr genau und es lässt sich nicht hundertprozentig sagen, wo es gerade regnet und wo nicht.

Präzise Regenvorhersage

Jetzt kommen die Autos von Toyota ins Spiel: In bestimmten Regionen Japans hat Toyota begonnen, den Zustand der Scheibenwischer aus der Ferne zu überwachen. Das ist recht einfach: Wenn es nicht regnet, sind die Scheibenwischer aus. Wenn es regnet, lässt sich die Intensität des Regens ebenfalls über die Scheibenwischer ermitteln. Denn über die eingestellte Stufe lässt sich ableiten, wie intensiv der Regen ist. Diese Daten fließen in eine Karte, die für jede Region zusammengestellt wird und mit den radargestützten Daten von Weathernews für die Regionen verglichen wird. Das ist am Anfang auch notwendig. Denn sind die Scheibenwischer aus, heißt das nicht, dass es nicht regnet.

So kann das Auto beispielsweise durch einen längeren Tunnel fahren. Und auf einer regennassen Straße sind die Scheibenwischer auch länger an, wenn es nicht mehr regnet, da die Fahrzeuge eine Gischtwolke hinter sich herziehen. Doch das System soll solche Besonderheiten erkennen können und daraus lernen. So wäre es langfristig denkbar, Daten der vernetzten Autos mit den aktuellen Wetterprognosen einzubeziehen. Dann ständen genauere Wetterinformationen bereit. Hintergrund: Der Test begann am 1. November in Tokyo und Osaka sowie der Region Aichi.

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