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Software für Röntgeninspektionssysteme Verkürzt Programmierzeiten für AXI-Systeme und reduziert Schlupf- und Pseudofehlerrate

| Redakteur: Claudia Mallok

Auf der productronica 2009 präsentiert die Produktlinie phoenix|x-ray von GE Sensing & Inspection Technologies seine neue x|act-Technologie für die einfache CAD-Programmierung. Damit lässt sich ein offline eingesetztes hochauflösendes µAXI-System einfach und intuitiv programmieren. Zudem ermöglicht die sehr hohe Vergrößerung eine vergleichsweise geringe Schlupf- und Pseudofehlerrate.

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CAD-Informationen und Inspektionsergebnisse werden auch bei Schrägdurchstrahlung und Rotation live ins Röntgenbild eingeblendet. Zu sehen sind fehlendes Lot in der Ferse und komplett fehlendes Lot an zwei Gullwing Lötstellen. Fehlerursache: Fehlerhafter Pastendruck.
CAD-Informationen und Inspektionsergebnisse werden auch bei Schrägdurchstrahlung und Rotation live ins Röntgenbild eingeblendet. Zu sehen sind fehlendes Lot in der Ferse und komplett fehlendes Lot an zwei Gullwing Lötstellen. Fehlerursache: Fehlerhafter Pastendruck.
( Archiv: Vogel Business Media )

Für eine größtmögliche Fehlererkennung bei der automatischen Röntgeninspektion (AXI) bestückter Leiterplatten sind kleine Bildausschnitte mit Mikrometerauflösung, 360° Rotation, bis zu 70° Schrägdurchstrahlung, hohe Anfahrgenauigkeit von wenigen Mikrometern sowie eine zuverlässige Wiederholbarkeit unbedingt notwendig. Bei der Inline-AXI wird die Inspektionstiefe normalerweise von der Durchsatzrate der SMT-Linie bestimmt.

Gerade bei einem hohen Mix an kleinen Serien kann daher ein offline eingesetztes hochauflösendes µAXI-System, das die oben genannten Qualitätskriterien erfüllt, oft die bessere Wahl sein. Einfache und intuitive CAD-basierte µAXI mit sehr hoher Vergrößerung und daher vergleichsweise geringer Schlupf- und Pseudofehlerrate verspricht die Software x|act.

AXI-System einfach und schnell via CAD-Daten programmieren

Um die Programmierzeit zu minimieren, importiert x|act die CAD-Daten der bestückten Leiterplatte und erstellt daraus ein Modell, das einerseits als Übersichtskarte zur einfachen Navigation dient, andererseits eine Zuweisung von Prüfstrategien für die einzelnen zu inspizierenden Bauteile ermöglicht. Prüfstrategien mit allen zur Inspektion notwendigen Informationen sind für viele gängigen Lötstellentypen bereits in einer Bibliothek vorhanden. Nach der Zuweisung der Prüfstrategien werden die erforderlichen Ansichten und das Prüfprogramm automatisch erstellt.

Dank der CAD-basierten Programmierung sind alle Programmierschritte offline an einem separaten Arbeitsplatz durchführbar. Damit wird das Inspektionssystem nicht während der Programmierung blockiert. Zudem ist jedes Programm auf alle x|act-fähigen phoenix|x-ray Röntgensysteme übertragbar. Als Einblendung im Live-Bild sind die CAD-Informationen jederzeit und bei jedem Betrachtungswinkel zu sehen. Dies ermöglicht auch bei manueller Inspektion immer eine schnelle und exakte Zuordnung der Lötstelle.

µAXI-fähige Systeme

Auf der productronica zeigt phoenix|x-ray seine x|act Inspektionstechnologie auf den nanome|x und microme|x Röntgeninspektionssystemen (Archiv: Vogel Business Media)

Auf der productronica präsentiert phoenix|x-ray seine x|act Inspektionstechnologie sowohl auf nanome|x als auch auf microme|x Röntgeninspektionssystemen. Die Geräte verfügen standardmäßig über eine offene nanofocus bzw. mikrofocus-Röntgenröhre mit 180 kV maximaler Röhrenspannung und 15 bzw. 20 W maximaler Leistung, die eine Detailerkennbarkeit von bis zu 200 nm beim nanome|x und bis zu 0,5 µm beim microme|x ermöglicht.

Durch die maximal anlegbare hohe Röhrenspannung und Leistung wird sichergestellt, dass auch hoch absorbierende Teile wie z.B. Kühlkörper auf Leiterplatten durchstrahlt werden können. Die Manipulation der Probe erfolgt über eine kalibrierte, synchronisierte 5-Achsen-CNC mit extrem hoher Wiederholgenauigkeit.

Zusatznutzen durch Computertomographie

Bei der Offline-Prüfung kann das Röntgensystem zur manuellen Prüfung oder für 3D-Analysen von Bauteilen mittels Computertomographie (CT) genutzt werden (Archiv: Vogel Business Media)

Ein weiterer Vorteil einer Offline-Prüfung ist, dass das Röntgensystem abseits der Fertigungslinie und damit ohne Störung der Produktionslinie auch einfach zur manuellen Prüfung oder für 3D-Analysen von Bauteilen mittels Computertomographie (CT) genutzt werden kann. Dazu wird die Probe im Röntgenstrahl gedreht. Aus der so entstandenen Serie von 2D Durchleuchtungsbildern wird ein dreidimensionales Modell errechnet, das die zerstörungsfreie Untersuchung und dreidimensionale Visualisierung kleinerer Proben ermöglicht. Der mit x|act ausgestattete phoenix nanome|x erlaubt sogar extrem hochauflösende nanofocus Computertomographie mit Voxelauflösungen von wenigen Mikrometern.

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