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ifo-Institut Verbrenner-Verbot bringt 600.000 Arbeitsplätze in Gefahr

| Redakteur: Franz Graser

Das Münchner ifo-Institut warnt davor, den Verbrennungsmotor in Bausch und Bogen zu verdammen. Über 600.000 heutige Industriearbeitsplätze und 10 Prozent der industriellen Wertschöpfung in Deutschland hängen an der Verbrennertechnik. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Instituts.

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Gehört der klassische Verbrennungsmotor zum alten Eisen? Ein Zulassungsverbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2030, wie es unter anderem die Grünen fordern, wäre der falsche Weg und setzt rund 600.000 Arbeitsplätze aufs Spiel, sagt das ifo-Institut.
Gehört der klassische Verbrennungsmotor zum alten Eisen? Ein Zulassungsverbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2030, wie es unter anderem die Grünen fordern, wäre der falsche Weg und setzt rund 600.000 Arbeitsplätze aufs Spiel, sagt das ifo-Institut.
(Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0 )

Ein Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2030 könnte deutliche Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung am Standort Deutschland zur Folge haben. Mehr als 600.000 der heutigen Industriearbeitsplätze wären direkt oder indirekt betroffen.

Das sind 10 Prozent der deutschen Industriebeschäftigung. Allein in der Automobilindustrie wären 436.000 Jobs gefährdet, bei kleineren und mittleren Unternehmen stünden bis zu 130.000 Arbeitsplätze zur Disposition.

Bei der Wertschöpfung wären die negativen Effekte eines Verbrennerverbots ab 2030 noch deutlicher: Insgesamt 13 Prozent (rund 48 Mrd. Euro) der Bruttowertschöpfung der deutschen Industrie wären tangiert. Das sind zentrale Ergebnisse einer neuen Studie des ifo-Instituts.

Die Studie untersucht „Auswirkungen eines Zulassungsverbotes für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor“. Im ersten Schritt werden potenzielle negative Folgen und Risiken eines solchen Verbots für die Leistungsfähigkeit und die Beschäftigung in der deutschen Industrie untersucht.

Daran schließt sich eine Analyse der Innovationsanstrengungen der Industrie bei Verbrennungsmotoren und alternativen Techniken an. Dem folgt eine Untersuchung der Umweltauswirkungen eines Zulassungsverbots.

„Es ist wichtig, dass Klimapolitik technikneutral vorgeht, also Klimaschutzziele vorgibt, ohne vorzuschreiben, mit welchen Techniken das zu geschehen hat. Wer den Wettbewerb der Umweltschutztechniken mit Verboten ausschaltet, verschwendet Ressourcen und leistet dem Klimaschutz einen Bärendienst“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest.

Die Studie zeigt zudem: Deutsche Hersteller und Zulieferer sind internationale Spitzenreiter bei Antriebspatenten. Demnach stammt weltweit jedes dritte Patent im Bereich Elektromobilität (34 Prozent) und Hybridantrieb (32 Prozent) aus Deutschland. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum der Jahre 2010 bis 2015.

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