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Verbot für gesundheitsschädliche PFOA-Chemikalie in Europa

| Redakteur: Margit Kuther

Die in der Polymer-Produktion eingesetzte Säure PFOA ist fortpflanzungsgefährdend, lebertoxisch – und nun auch Teil der POP- und REACh-Verordnung. Details zum Verbot, etwa zu Übergangsfristen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Gesundheitsgefährdend: Verbot für die Chemikalie PFOA in Europa.
Gesundheitsgefährdend: Verbot für die Chemikalie PFOA in Europa.
(Bild: Geralt@Pixabay)

Zum 4. Juli ist PFOA (Perfluoroctansäure), ihre Salze und ihre Vorläuferverbindungen in der POP-Verordnung (Persistente Organische Schadstoffe) EU 2019/1021 aufgenommen und in der REACh-Verordnung (Annex XVII, Eintrag 68) in Kraft getreten.

Der Fachverband der Bauelemente Distribution (FBDi) verweist darauf, dass damit für PFOA ab sofort beide Regelungen, also POP und REACh gelten. Allerdings gilt für betroffene, in beiden Verordnungen genannte Anwendungen, die strengere POP-Verordnung.

PFOA ist fortpflanzungsgefährdend und lebertoxisch

PFOA kommt überwiegend bei der Produktion von Polymeren, wie beispielsweise Teflon, zum Einsatz. Die Substanz ist für den Menschen lebertoxisch – die Aufnahme erfolgt durch die Luft, Staub, Nahrung oder verunreinigtes Trinkwasser – und schädigt die Fortpflanzung. Weil PFOA und ihre Vorläufersubstanzen den Oberflächen wasser-, öl- und schmutzabweisende Eigenschaften verleihen, haben sie sich in alle Umweltbereiche verteilt. Zudem ist PFOA extrem stabil und wird in der Umwelt nicht abgebaut, sodass es sich in Lebewesen anreichert.

Die Verordnung zielt darauf ab, einen als POP identifizierten Stoff per Verbot aus dem Stoffkreislauf komplett zu entfernen. Dies betrifft auch Regelungen zur Lagerhaltung. Die Löschung des Eintrages 68 in Anhang XVII der REACh ist derzeit in Diskussion, aber noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht. Das europaweite Verbot regelt die Herstellung, Vermarktung, Verwendung, das Inverkehrbringen und den Import von PFOA als solches, aber auch in Produkten.

Grenzwerte und Übergangsfristen

Ab sofort gelten Grenzwerte von 0,025 mg/kg für PFOA und 1 mg/kg für PFOA Vorläufersubstanzen nach POP. Es gibt längere Übergangsfristen, davon sind für die Distribution nachfolgende Ausnahmen relevant:

  • Bis 3. Dezember 2020: Die unter Ausnahme 9 benannten Anwendungen / Verwendungen / Produkte
  • Bis 4. Juli 2025: Die unter Ausnahme 5 benannten Anwendungen / Verwendungen / Produkte.

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