Neuer Pod, neues Glück beim Hyperloop-Wettbewerb

| Redakteur: Sariana Kunze

Der Swissloop Pod in seine Einzelteile zerlegt – vom Gehäuse bis zum Antriebssystem.
Der Swissloop Pod in seine Einzelteile zerlegt – vom Gehäuse bis zum Antriebssystem. (Bild: ETH Zürich)

Mit einem neuen Swissloop Pod tritt das Schweizer ETH-Team im Juli zur „Hyperloop Pod Competition 2018“ von Elon Musks gegen 1.200 Konkurrenten an.

Letztes Jahr holte sich das Schweizer ETH-Team bei der Hyperloop Pod Competition den 3. Platz. Das junge Ingenieur-Team setzte sich damals gegen 1.200 Konkurrenten durch. Auch in diesem Jahr konnten sich die Studenten erneut für den Wettbewerb in Kaliforniern mit ihrem neuen Swissloop Pod qualifizieren.

Vor fünf Jahren präsentierte Visionär und Unternehmer Elon Musk seine These „Hyperloop“ zum Hochgeschwindigkeitstransport mittels Magnetschwebebahn in einer Vakuumröhre. Demzufolge strebt er die massive Verkürzung von weiten Reisewegen mit einer Geschwindigkeit von über 1200 km/h an. Am Standort seines Raumfahrtunternehmens SpaceX in Kalifornien lancierte er 2015 die „Hyperloop Pod Competition“, um die Entwicklung von funktionierenden Prototypen und die Erforschung der nötigen technologischen Innovationen voranzutreiben. Er spricht damit Studierende, Nachdiplom-Absolventen und junge Ingenieure von technisch-wissenschaftlichen Hochschulen an.

Wettbewerb verschärft: Mehr als 325 km/h sind das Ziel

Für 2018 wurden die Beurteilungskriterien von Musk weiter verschärft: gefragt sind maximale Geschwindigkeit und Selbstantrieb. Zu schlagen gilt es die von der TU München letztes Jahr erreichten 325 km/h. Der neue Pod von Swissloop wird in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Schweizer Industrieunternehmen entwickelt und hergestellt. Das Swissloop-Team der Schweizer ETH setzt auf leistungsstarken Elektroantrieb. Zur Sicherstellung der verlustarmen Energieübertragung für höchste Leistung steht Stäubli Electrical Connectors den jungen Ingenieuren zur Seite.

Das modulare Steckverbindersystem Stäubli Combitac kommt im Swissloop Pod der ETH Zürich zum Einsatz.
Das modulare Steckverbindersystem Stäubli Combitac kommt im Swissloop Pod der ETH Zürich zum Einsatz. (Bild: Stäubli)

Die Platzverhältnisse im Pod sind knapp und die Anforderungen an Dichtheit im Vakuumbetrieb hoch. Deshalb sind sichere, zuverlässige, gesteckte Verbindungen gefragt. Gefordert ist: möglichst klein, leicht und kompakt mit Modulen für verschiedene Medien wie Signale, Daten, Strom und Flüssigkeiten sowie größtmögliche Energieübertragung mit minimalstem Spannungsabfall. Die Ingenieure setzen auf Stäubli Combitac. Auch die Eigenschaften der Stäubli-eigenen Multilam-Kontakttechnologie, welche eine hohe Stromtragfähigkeit sowohl im zeitweiligen als auch im Dauerbetrieb erbringt und zuverlässige Leistung in einem breiten Temperaturbereich ermöglicht, kommen hier zum Einsatz.

Hyperloop Pod Competition 2018

Die Verbindung zwischen den leistungsstarken Batteriepaketen und den Wechselrichtern wird mit einem maßgeschneiderten Combitac-System sichergestellt und auch eine kompakte MSD-Lösung (manual safety disconnect) wird mit dem Combitac von Stäubli umgesetzt. Mit Engineering-Unterstützung von Stäubli wurden die Lösungen für die Steckverbindungen basierend auf den anwendungsbezogenen Spezifikationen gemeinsam entwickelt.

Der neue Swissloop Pod wird am 22. Juli 2018 zeigen, welches Resultat die jungen Talente mit ihrem neuen Swissloop Pod erzielen können. Dann wird die dritte Durchführung der „Hyperloop Pod Competition“ bei SpaceX in Kalifornien stattfinden.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Elektrotechnik.de.

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